Antrag gestellt 28.11.2019, 14:30 Uhr

Neuenburg will Millionen in die digitale Bildung stecken

Knapp 25 Millionen Franken sollen im Kanton Neuenburg in die digitale Bildung investiert werden. Der Staatsrat hat den Kredit hierfür diese Woche dem Kantonsparlament beantragt.
(Quelle: Flickr / Deensel / CC BY 2.0 )
Der Kanton Neuenburg will seine Schüler auf die Digitalisierung in der Arbeitswelt vorbereiten. Der Staatsrat hat deshalb dem Kantonsparlament 24,7 Millionen Franken für die Anpassung des Stundenplans, die technische Ausrüstung und die Finanzierung der Lehrerausbildung beantragt. «Die digitale Bildung ist eine echte Herausforderung. Im Sinne der Gerechtigkeit wollen wir allen Schülern Zugang bieten zu entsprechenden Fähigkeiten. Wir wollen sie auch auf die Gefahren des Internets aufmerksam machen und ihnen ermöglichen, ihr kritisches Denkvermögen zu entwickeln», sagte die Neuenburger Bildungsdirektorin Monika Maire-Hefti (SP) vor den Medien in Neuenburg.
Der Kanton habe sein Bildungsprojekt auf Grundlage der Empfehlungen des Bundes und des Aktionsplans für die Westschweiz entworfen, sagte die Staatsrätin weiter. In der Westschweiz sei im Bereich der digitalen Bildung noch kein Kanton so weit wie Neuenburg. Es gebe zwar ein Pilotprojekt im Kanton Waadt, aber dieses sei noch nicht so weit fortgeschritten.

Zusätzliche Lektion geplant

Zwischen der 7. und 10. Klasse (HarmoS) solle eine zusätzliche Lektion eingeführt werden. «Dies ist möglich, weil der Stundenplan in Neuenburg weniger umfassend ist als in anderen Kantonen», sagte Jean-Claude Marguet, Verantwortlicher der obligatorischen Schule. An den Mittelschulen führt der Kanton Neuenburg 2021 ein neues Informatikfach ein. In der Berufsbildung werden in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben digitale Mittel eingesetzt.
Um die Lehrer beim digitalen Wandel zu unterstützen, baut der Kanton ein Netzwerk von Fachleuten auf. Experten an jeder Schule sollen die Lehrer begleiten. Um seine Ziele zu erreichen, setzt der Kanton auf eine kontinuierliche Weiterbildung. Auch die Erstausbildung an der Pädagogischen Hochschule wird an die Digitalisierung angepasst. Der Grosse Rat wird voraussichtlich 2020 über den Millionenkredit entscheiden.


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