Think Summit 31.10.2019, 13:52 Uhr

IBM Schweiz will bei digitaler Transformation helfen

Bei Projekten zur digitalen Transformation mag nicht jeder zuerst an IBM denken. Big Blue – auch gemeinsam mit Red Hat – kann Schweizer Firmen helfen, sagte Landes-Chef Christian Keller.
Christian Keller von IBM Schweiz begrüsste rund 500 Gäste am «Think Summit» in Luzern
(Quelle: computerworld.ch )
IBM verändert sich von einer Produkte- hin zu einer Services-Company, was auch Spuren in der Erfolgsrechnung hinterlässt. Aber trotz der damit verbundenen Herausforderungen macht das über 100-jährige Unternehmen einen vitalen Eindruck. Das ist jedenfalls der Eindruck an der von 500 Gästen besuchten Hausmesse «Think Summit» in Luzern. Über bestehende Kundenbasis hinaus, will der Konzern gerne mit weiteren Kunden und Partnern ins Geschäft kommen, sagt Landesgeschäftsführer Christian Keller. Insbesondere Projekte für die digitale Transformation reizten ihn. Und die Schweizer Wirtschaft.
Während der Eröffnungsrede ermutigte der Landesgeschäftsführer die Kunden und Partner, den Wandel anzugehen. Allerdings sei es weder mit dem Lancieren eines neuen Produkts, einer schicken App, der Übernahme eines Start-ups noch mit dem Eröffnen eines Chat-Kanals getan. Die digitale Transformation erfordere mehr Engagement – und auch Know-how sowie Technologie –, sagte Keller. Erfolgsversprechende Strategien zeichneten sich durch vier Merkmale aus:
  • Die Produkte stehen nicht mehr im Vordergrund sondern das «Benutzererlebnis» respektive der Service.
  • Eine App zu lancieren genügt nicht mehr. Vielmehr müssen End-to-End-Prozesse vom Kunden bis in das Backend des Unternehmens realisiert werden. Die Grundlage sind Daten – seien es die Kundendaten oder Geschäftsinformationen –, mit denen Abläufe optimiert oder vollkommen neu ausgestaltet werden. Dabei hat nur derjenige Erfolg, der den Datenschutz und die Privatsphäre aller Beteiligten respektiert.
  • Start-ups treiben nicht allein Innovation – sondern auch etablierte Firmen. Letztere haben den Vorteil, dass sie bereits umfangreiche Marktkenntnisse besitzen und auch die Kundenbedürfnisse kennen.
  • Die Konsumenten sind hybrid unterwegs. Sie wechseln zwischen analogem und digitalem Kanal nach Bedarf oder Wunsch. Die Anbieter müssen ihre (potenziellen) Kunden auf allen Kanälen empfangen und bedienen können.

Technologie für digitale Transformation

Beim Umsetzen der Strategien will IBM nach Kellers Worten helfen – auch mit der zugekauften Technologie von Red Hat. Insbesondere die OpenShift-Plattform von Red Hat sicherten den Unternehmen mehr Flexibilität, um schneller auf sich ändernde Kundenanforderungen reagieren zu können. Léonard Bodmer, Regional Director Austria & Switzerland von Red Hat, betonte auf der Bühne die bis anhin gute Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen von IBM Schweiz. Der Open-Source-Spezialist könne seine Geschäfte wie bis anhin weiterführen. In einigen Bereichen begännen Synergien zwischen den beiden Organisationen zu greifen, sagte er.
Léonard Bodmer von Red Hat sieht erste Synergien mit IBM in der Kundenansprache
Quelle: computerworld.ch
In der Schweiz ist die OpenShift-Technologie bereits bei hunderten Unternehmen im Einsatz, sagte Bodmer. Unter anderem basiert die SBB-App, die Swisscom-TV-App und die Lösung für Thermomix-Rezepte von Vorwerk auf der Plattform von Red Hat. Weiter hätten der Zürcher Banken-Anbieter Avaloq und der Versicherungs-Entwickler Adcubum aus St. Gallen OpenShift als zukünftige Plattform gewählt.


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