Valora 22.12.2016, 09:41 Uhr

Datenschützer will Fragen stellen

Die Auswertung von Smartphone-Daten von Kunden durch Valora hat den Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten hellhörig werden lassen.
Die Berichte ber das Pilotprojekt von Valora, anhand der Smartphone-Daten von Kunden Statistiken über das Kaufverhalten zu erstellen, haben nun auch den Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten (Edöb) Adrian Lobsiger auf den Plan gerufen. Gegenber dem Schweizer Radio SRF gab er an, den Fall genauer unter die Lupe nehmen zu wollen.
Konkret will Lobsiger von Valora in Erfahrung bringen, welche Daten der Kunden die Kioskbetreiberin in ihren Filialen erhebt. Auch interessiert ihn, ob sich die Datensammelei wirklich nur auf die Zweigstellen des Unternehmens beschränkt und nicht umfassendere Bewegungsmuster analysiert werden. Zudem will er abklären, wie es um die Anonymisierung der Daten bestellt ist. Valora hatte beteuert, dass bei der Erhebung keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich seien. Lobsinger gab aber am Radio zu bedenken, dass eine Koppelung mit weiteren Daten, etwa Kreditkarteninformationen, technisch machbar sei, was wiederum eine Identifizierung der Kunden ermögliche. Schliesslich ist Lobsiger um eine mögliche Überwachung des Personals besorgt. Da die Angestellten auch über Smartphones verfügen dürften, sei es für Valora als Arbeitgeber möglich, deren Bewegungen zu verfolgen. Schliesslich würden sie sich mit ihren Geräten - im Gegensatz zur Laufkundschaft - länger in einer bestimmten Zone aufhalten und wären dadurch identifizierbar. «Manche Unternehmen sind sich möglicherweise gar nicht bewusst, wie sensibel die abgefangenen Handy-Daten sind», meinte er. Radiobeitrag mit Edöb Adrian Lobsiger:


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