Collaboration 4.0 06.09.2021, 06:35 Uhr

Zusammenarbeit - neue Wege mit AR und VR

Augmented und Virtual Reality können bei Produktdesign, Fabrikeinrichtung und Remote-Support und anderem ortsunabhängig einen wichtigen Mehrwert bieten.
(Quelle: fizkes / shutterstock.com)
Extended Reality (XR) - ein Sammelbegriff, der Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) miteinschliesst - gilt als einer der Megatrends der letzten Jahre. Doch die Geschichte dieser Technologien reicht erstaunlich weit zurück. So wurde der erste Prototyp von dem, was wir heute als AR-Datenbrille kennen, schon 1968 von dem Computerwissenschaftler Ivan Sullivan gebaut. Das Gerät, das aufgrund seiner überdimensionalen Grösse «Sword of Damocles», Damoklesschwert, getauft wurde, war zwar recht primitiv, denn es projizierte lediglich einen in der Luft schwebenden 3D-Würfel in den Raum, aber die Idee dahinter war visionär und bahnbrechend.
Seit dieser Erfindung haben die XR-Technologien einen langen Weg zurückgelegt und immer mehr Bereiche durchdrungen. Nachdem AR und VR grossen Anklang in der Entertainment-Industrie gefunden hatten, setzten auch Unternehmen diese Technologien zunehmend ein, beispielsweise für Mitarbeiterschulungen oder Anlagenwartungen. Dennoch verlief die industrielle Adaption nach Einschätzung von Christoph Runde, Leiter des Kompetenznetzwerks für virtuelles Engineering Virtual Dimension Center (VDC), schleppend. Das Bewusstsein hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten sei gering gewesen. «Das hat sich nun schlagartig geändert», so der Experte.
“Weil damit viele Verständnis- und Kommunikationslücken geschlossen werden können, rücken die XR-Technologien gerade stark in den Fokus.„
Evelyn Weinert, Strategic Design & Communication bei  imsys immersive systems
Für diesen Aufschwung sorgten nicht zuletzt die weltweiten Lockdowns infolge der Corona-Pandemie. Denn vor allem im Zusammenhang mit den Reiseeinschränkungen richtete sich der Fokus der Unternehmen auf einen ganz speziellen Einsatzbereich für AR und VR - Remote Collaboration. Laut Evelyn Weinert, Strategic De­­sign & Communication bei imsys immersive systems, einem Anbieter von Advanced-Visualization-Lösungen, ist dieses stark gestiegene Interesse eine klare Folge der neuen Herausforderungen, denen sich viele Unternehmen 2020 gegenübersahen: «Die Teamdynamik stagnierte und entgegen der erwarteten Zeiteinsparung durch den Wegfall von Reisezeit verkomplizierten und verlangsamten sich Entwicklungs- und Lernprozesse deutlich.»
Nach Ansicht von Weinert können über XR viele Verständnis- und Kommunikationslücken geschlossen werden und gerade deshalb seien die XR-Technologien stark in den Mittelpunkt gerückt. Doch was macht die XR-basierte Zusammenarbeit gegenüber anderen Collaboration-Möglichkeiten so besonders?



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