WLAN-Management über die Cloud

«Controllerless»-Ansätze

Web-Interface: Über die Cloud-Oberfläche von Cisco Meraki kann man auch die Landing-Page sämtlicher Gast-WLANs in einer Infrastruktur pflegen
Quelle: Computerworld / Screenshot
Diese Argumente gegen eine reine Cloud-controlled-Lösung treffen natürlich auch auf viele andere Cloud-Ansätze zu: Sie sind immer direkt von einer stabilen Internetanbindung und einem bewährten und zuverlässigen Provider oder Anbieter abhängig. Mit der «Abwanderung» einer für die WLAN-In­frastruktur so wichtigen Hardware-Komponente wie dem Controller ins Rechenzentrum des Anbieters verschärft sich dieses Problem.
Das ist sicher ein Grund dafür, dass die meisten Anbieter eines «Cloud-controlled» WLANs heute entweder reine Cloud-managed-Lösungen oder eine Mischform beider Ansätze anbieten. Bei solchen Angeboten besitzt der Nutzer nach wie vor die Management- und Kontrolleinrichtungen sowie die entsprechende Hardware in seiner Firma. Management und Setup sind via Cloud möglich, wobei die eigentliche Schaltzentrale mit Daten- und Kontrollebene sich weiterhin im Unternehmen befindet.
Wer sich über diese Art von Lösungen informiert, wird immer wieder Anbieter finden, die sogenannte Controllerless-Lösungen anbieten. Sie bezeichnen dabei vielfach den traditionellen WLAN-Controller in Hardware als Overhead und nutzen einen virtualisierten Controller, der dann auf einem System im Unternehmen oder in der Cloud zum Einsatz kommt. Die Bezeichnung Controller-less ist in diesem Zusammenhang also eher irreführend.
“Für Unternehmen jeg­licher Art wird es zu­nehmend schwierger, ­Netzwerk-Performance auf höchstem Niveau zu bieten. (…) Da sollte das ­Management kabelgebundener und kabelloser Netzwerke (…) unkom­pliziert sein„
Axel Simon, Chief Technologist bei Aruba
Dadurch, dass sich der Controller bei einem «Cloud-managed» WLAN nicht in der Cloud befindet, können Administratoren auch dann auf die Managementfunktionen zugreifen, wenn die Internetverbindung nicht zur Verfügung steht. Auch die Kontrolle über Updates der Hard- und Firmware liegt dann allein in der Hand der eigenen IT. Wer eine WLAN-Infrastruktur für Aussenstellen oder Filialen ausrollen möchte oder muss, kann die Konfigurationen lokal vornehmen und sie dann über die Managementschnittstelle in der Cloud ausrollen.
Diese Kombination vom lokalen Einsatz des WLAN-Controllers in einer Appliance und einem Management via Cloud wird von vielen Anbietern heute bevorzugt offeriert.
Anbieter von cloudbasiertem WLAN-Management (Auswahl)
Anbieter Dienste Funktionen und Besonderheiten
Aruba HPE Aruba Central Cloud-Verwaltung, die sowohl WLAN- als auch LAN- und WAN-Infrastrukturen unterstützt. Cloud-Microservices für Überwachung und Berichterstattung
Cisco Meraki Meraki Dashboard Neben anderen Funktionen werden auch Analytics, Mobile Device Management und SD-WAN unterstützt
D-Link Nuklias Cloudbasiertes Management mit sogenanntem Zero Touch Deployment; Central WiFiManager CWM 100: Software-Controller
Lancom Lancom Management Cloud Software-defined-Networking-Lösung. Automatisierung aller nötigen Konfigurations- und Wartungsaufgaben
Linksys Linksys Cloud Manager Verwaltung aller Access-Points sowie Netzwerke und Standorte via Dashboard. Statistiken über Zustand des Netzwerks in Echtzeit
Ruckus Ruckus Cloud-Wi-Fi WLAN-Einrichtung und Verwaltung für Ruckus-Access-Points via Web-Dashboard oder mobile App möglich. Einfacher Wechsel der Verwaltung von lokal zu Cloud und zurück
T-Systems Net-Based LAN Services „Fully Managed Service“ für die Netze des Kunden: T-Systems bietet Einrichtung und Betrieb eines WLANs als kompletten Service aus der Cloud an
WatchGuard Wi-Fi Cloud Trusted Wireless Environment (TWE) bietet neben skalierbarem Management und hoher Performance auch verifizierte Sicherheit. Discover-App innerhalb der Wi-Fi Cloud
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Anbieter Dienste Funktionen und Besonderheiten
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