Ein Jahr Schweizer Cloud 18.09.2020, 12:41 Uhr

Microsoft zieht Bilanz und kündigt Dynamics 365 an

Die Nachfrage nach Cloud-Diensten mit lokaler Datenhaltung ist bei Microsoft laut der Schweiz-Chefin Marianne Janik immer noch hoch. Per Ende Jahr will der Hyperscaler nun auch erste Dynamics-365-Services verfügbar machen.
(Quelle: Microsoft)
Auch ein Jahr nach dem Launch ist die Nachfrage nach Azure-Services und Microsoft 365 mit Datenhaltung in der Schweiz offenbar nach wie vor gross. Wie Microsoft mitteilt, sind es nebst Grossfirmen, Start-ups und Lösungsanbietern auch KMU und Organisationen der öffentlichen Hand, die die Schweizer Microsoft Cloud nutzen möchten. Die Sprache ist dabei von «Tausenden Organisationen», die Azure-Services, Microsoft 365 und Power BI aus den Schweizer Rechenzentren des Konzerns beziehen.
Als Beispiele führt der Anbieter unter anderem Unternehmen wie die Zurich Insurance Group, Alpiq und Wincasa, die Gesundheitsplattform Dacadoo, den Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH, den Kanton Basel-Stadt, die Stadt Zug oder auch die Gemeinde Mumpf an.

Microsoft Cloud zieht bei Schweizer KMU

Laut der Schweiz-Chefin von Microsoft, Marianne Janik, arbeitete das Unternehmen lange darauf hin, diese Investition in der Schweiz zu tätigen. Denn ihr zufolge ist das Thema Datenhaltung in der Schweiz für die Kunden der Firma «extrem wichtig». So zeigt sie sich mit dem ersten Jahr durchaus zufrieden: «Mit unseren Schweizer Datencentern konnten wir vielen Unternehmen und Organisationen den Zugang in die Cloud ebnen», wird sie in der Mitteilung zitiert.
Wie bereits eingangs erwähnt, setzen auch Schweizer KMU zunehmend auf die Cloud-Services von Microsoft. Martin Haas – er ist in der GL von Microsoft Schweiz für den neuen Bereich KMU verantwortlich – erklärt sich dies folgendermassen: «Der steigende Wettbewerb und natürlich auch die aktuellen Herausforderungen durch Corona beflügeln den Unternehmergeist und die Innovationsfähigkeit der Schweizer KMU.» Viele von ihnen hätten Microsoft Azure, Microsoft 365 und die Power Plattform genutzt, um sich den neuen Bedingungen  anzupassen.

Angebot soll ausgebaut werden

Seit dem Start der Schweizer Cloud baute Microsoft das Angebot an Azure-Services nach und nach aus, die aus den Schweizer Rechenzentren verfügbar sind. Im Juni ist mit Power BI, ein cloudbasierter Dienst für die Datenauswertung und -visualisierung, das erste Modul der Power Plattform hinzugekommen.
Der Anbieter stellt in Aussicht, dass – voraussichtlich per Ende Jahr – auch erste Dynamics-365-Services aus den hiesigen Data Centern verfügbar sein sollen. Dasselbe gilt für die Dienste Power Apps und Power Automate.


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