Demonstration der Pracht - die Schweizermeister der ICT-Sparten

Hardware

Die Hardware-Branche, in den Vorjahren meist unter enormem Margendruck, hat 2019 vergleichsweise ein Glanzjahr erleben dürfen. Das zeigen auch die entsprechenden Erlöse der Top-500-Firmen, die in diesem Bereich tätig sind. In allen Hardware-Sparten ging es nach oben: Am meisten konnten dabei die PC-Hersteller reüssieren, ihr Gesamtumsatz stieg um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gefolgt von den Storage-Produzenten mit einem Plus von knapp 10 Prozent, der Serverbranche mit Plus 4,5 Prozent. Selbst der Peri­pheriebereich wuchs, und zwar um 2,7 Prozent.
Hauptgrund für das beachtliche Wachstum, das wie schon erwähnt auch von anderen Marktforschern wie der EITO beobachtet wurde, ist hauptsächlich auf den Umstieg vieler Unternehmen und Privatpersonen auf Windows 10 zurückzuführen. Da Microsoft Anfang 2020 definitiv den Support des Vorgängerbetriebssystems Windows 7 eingestellt hatte, kam es zu einer Umstiegswelle – wenn auch etwas verzögert.
“Nachhaltigkeit spielt zunehmend eine Rolle in der IT-Beschaffung„
Adrian Müller, HP
«Ein wesentlicher Anteil am Erfolg war die Umstellung auf Windows 10», bestätigt denn auch Adrian Müller, Managing Director von HP Schweiz, gegenüber Computerworld. Dabei habe man speziell bei mittleren und grossen Unternehmen mit den hauseigenen PCs und Notebooks überzeugen können, fügt er an. Bei der Beschaffung kommen dabei aber nicht mehr so häufig nur traditionelle Desktop-Modelle zum Zug, sondern vermehrt auch tragbare PCs. «Ein wichtiger Trend ist nach wie vor die Mobilität», bestätigt Müller. Gefragt seien entsprechend ultramobile Notebooks mit langen Akkulaufzeiten und speziellen Sicherheits-
Features, doppelt er nach.
Dieser Trend hat sich 2020 nicht zuletzt wegen der aufgrund der Corona-Pandemie verhängten Lockdown-Massnahmen verstärkt. Selbst in Branchen, die mobiles Arbeiten bislang als Modell abgelehnt hätten, steige die Nachfrage nach entsprechenden Geräten. «Es kam zu einem Ansturm auf Notebooks und Drucker für das Büro zu Hause», berichtet Müller. «Hinzu kamen die verstärkten Nachfragen nach Notebooks für Schüler, die mit einem Mal ihren Lehrstoff von zu Hause bearbeiten sollten», ergänzt er.
Einen weiteren interessanten Trend nimmt Müller im Bereich Ökologie wahr. Hier fände derzeit sowohl auf Hersteller- als auch auf Kundenseite ein Sinneswandel statt, berichtet der HP-Schweiz-Chef. «Sicherlich bestärkt durch die ‹Fridays for Future›-Demonstrationen spielt Nachhaltigkeit zunehmend eine wichtige Rolle bei Kaufentscheidungen in der IT-Beschaffung», meint er.

Hyperkonvergenter Boom

“Das Thema Hyperconverged ist durch die Decke gegangen„
Frank Thonüs, Dell
In der Firmen-IT selbst steht derweil die gute Verwaltbarkeit von IT-Infrastruktur und die einfache Bereitstellung von IT-Ressourcen für Mitarbeitende im Vordergrund, was oft mit einer Software-zentrierten Architektur, einer sogenannten hyperkonvergenten Infrastruktur (Hyper-Converged Infrastructure; HCI), erreicht werden kann. «2019 ist das Thema Hyperconverged durch die Decke gegangen, die Nachfrage war gigantisch», berichtet Frank Thonüs, General Manager von Dell Technologies Schweiz. «Das liegt vor allem an der Riesenflexibilität, die vollintegrierte HCI-Lösungen Unternehmen bieten: Sie ermöglichen es, Anwendungen schnell bereitzustellen, Aussenstellen zentral zu verwalten und sie vereinfachen den Support, da alle Komponenten von einem Hersteller stammen», erklärt er.



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