BSI Customer Summit 2020 06.11.2020, 12:19 Uhr

BSI erweitert seine Customer Suite

An seiner Kundenkonferenz stellte der CRM-Spezialist BSI neue Features für die Customer Suite vor. Partner des Badener Unternehmens präsentierten zudem zahlreiche Business Cases.
Auch Markus Brunold, der CEO von BSI, war an der Kundenkonferenz mit von der Partie
(Quelle: BSI )
Wenn Veranstalter wegen Corona kurzfristig umdisponieren und ihre Events digital durchführen müssen, dann ist das zunächst mal ärgerlich und mit viel Aufwand verbunden. Dass die Umstellung aber auch Vorteile bringen kann, sah man an der Kundenkonferenz des CRM-Spezialisten BSI, die am 3. und 4. November über die Bühne ging. Ursprünglich habe man mit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerechnet, erklärte der Moderator Claude Schuler gleich zu Beginn der Konferenz. Nun hätten sich insgesamt 424 Personen angemeldet.
Chris Rusche, der CPO von BSI, gab dem Publikum zum Auftakt einen kurzen Überblick, wie man beim Software-Hersteller die vergangenen Monate erlebte. Offenbar lief es beim Badener IT-Unternehmen trotz Pandemie sehr gut. Laut Rusche konnte man 23 neue Kunden gewinnen und den Umsatz um 12 Prozent steigern. Hinzu kommt, dass BSI mit Capvis einen neuen Investor an Bord holte. Die Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Baar erwarb die Mehrheit an der Firma (Computerworld berichtete). Mit Capvis im Rücken will BSI nun durchstarten: «Fertig lustig», sagte Rusche, «jetzt wollen wir wirklich Gas geben.» Man wolle schneller und besser werden und zum Marktführer avancieren, erklärte der CPO weiter.

Nahe an den Kunden

Rusche zeigte sich in seiner Keynote (siehe Video) überzeugt, dass Kundennähe besonders in schwierigen Zeiten zentral ist. Kurzfristig gelte es, das Verhalten der Kunden zu studieren und sich zu überlegen, wie man ihnen dienen kann. Langfristig müsse man hingegen versuchen zu verstehen, wie sich ihr Verhalten und ihre Prioritäten ändern. Und genau dabei will BSI seinen Kunden künftig unter die Arme greifen.
Dazu programmierten die Entwicklerinnen und Entwickler der Firma eine neue Software namens «Customer Insight». Sie ergänzt die Customer Suite von BSI und soll Unternehmen dabei helfen, Daten zu analysieren und zu verstehen. Anwender könnten mithilfe der neuen Lösung etwa auf einfachem Weg Kundengruppen bilden und diese miteinander vergleichen. Die Daten werden dabei laut Rusche jeweils in Echtzeit gerechnet und visualisiert.
Der CPO sprach im selben Atemzug über das Tool «BSI Brains». Das Badener Unternehmen stellte dieses schon im letzten Jahr vor. Dabei handelt es sich um eine selbstlernende Plattform, die Künstliche Intelligenz direkt zu Marketing-, Sales- und Service-Verantwortlichen bringen soll. Gemäss Rusche bieten diese «Brains» bei den unterschiedlichsten Tasks Unterstützung. Konkret können sie beispielsweise automatisch ein Clustering von Kunden vornehmen – also diese kategorisieren und einordnen. Das Feature sei inzwischen im CRM von BSI integriert worden, erklärte er.
Als «Zückerli» gab Rusche den Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch eine zusätzliche Ankündigung auf den Weg. Und zwar wird BSI dann ein Feature namens «Interface» lancieren. Dieses soll es Anwendern ermöglichen, Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen herzustellen. Aus seiner Sicht sei es «fast die wichtigste Software», die die Firma in den letzten Jahren programmiert habe, sagte der CPO. Denn «Interface» mache aus BSI ein Ökosystem. «Es öffnet die Features und die Daten, die BSI CRM hat, für andere Systeme. Zudem holt es externe Daten und Features ins BSI rein», erklärt Rusche. Das alles funktioniere rein konfigurativ per Drag-and-Drop, ohne dass man etwas programmieren müsse. Die Entwicklung des Features sei nun auf den Weg gebracht worden, bis zum nächsten Jahr will die Softwarefirma diese abschliessen.


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