31.05.2016, 11:31 Uhr

ISO-Standard für Mobile Payment

Die Standardisierungsorganisation ISO will das Entwickeln von Technologie für Mobile Payment vereinfachen. Allein in der Schweiz gibt es mehr als ein Dutzend Lösungen.
Das Smartphone wird in Zukunft vermehrt auch für das Bezahlen verwendet. In der Schweiz konkurrieren mehr als ein Dutzend Anbieter und Technologien für Mobile Payment um die Gunst der Benutzer. Die Normierungsorganisation ISO hat jetzt einen vorläufigen Katalog mit Standards für Mobile Payment vorgelegt: ISO 12812.
Der Normentwurf definiert laut dem ISO-Verantwortlichen Patrice Hertzog einen Rahmen, in dem einerseits technische Spezifikationen festgelegt sind, die für Interoperabilität zwischen verschiedenen Implementierungen sorgen sollen. Zum Beispiel werden Schnittstellen zu Bankensystemen dargelegt. Andererseits werden rechtliche Grundlagen wie Vertragstexte und auch Datenschutz- sowie Sicherheitsanforderungen vorgeschrieben. Hertzog betont in einer Mitteilung die technologische Neutralität der Definitionen. Die künftige Norm soll vorerst in fünf Abschnitte gegliedert werden: das generelle Framework, Datenschutz und Sicherheit, Lifecycle Management für Finanzapplikationen, Zahlungen an Einzelpersonen sowie Zahlungen an Unternehmungen. Aktuell kann der Normentwurf kostenpflichtig bei den Landesorganisationen der ISO bezogen werden. Mit der endgültigen Fassung wird noch in diesem Jahr gerechnet.


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