Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Wissenschaftsrat SWR publiziert seine Evaluation von Innosuisse

Der Schweizerische Wissenschaftsrat SWR hat heute seinen Evaluationsbericht zum Förderportfolio von Innosuisse veröffentlicht. Die Evaluation kommt zum Schluss, dass Innosuisse ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt und über ein kohärentes Förderportfolio verfügt.

Von links nach rechts: Prof. Laurent Sciboz, Prof. Dr. Adrienne Grêt-Regamey, Prof. Dr. Sabine Seufert, Dr. Bryn Roberts, Prof. Dr. Jane Royston, Prof. Dr. Sabine Süsstrunk (Präsidentin), Prof. Dr. Jean-Marc Triscone, Prof. Dr. Dominique Foray, Prof. Dr. Markus Kern, Prof. Dr. Susanna Burghartz, Prof. Dr. Sophie Martin, Prof. Dr. Gabriel Aeppli, Prof. Dr. Christiane Pauli-Magnus.
 

© SWR

Gleichzeitig sieht der SWR Potenzial für gezielte Weiterentwicklungen – unter anderem bei der Einbindung von Umsetzungspartnern sowie beim Zugang zu Risiko- und Eigenkapital.

Innovation gewinnt strategisch an Bedeutung

Innovation hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Neue Technologien, etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz, eröffnen neue Möglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig gewinnt Innovation auch im geopolitischen Kontext zunehmend an Bedeutung, etwa bei Schlüsseltechnologien und resilienten Wertschöpfungsketten.

Die Evaluation des Innosuisse-Portfolios durch den SWR wurde im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI durchgeführt. Neben eigenen Analysen stützte sich der SWR bei der Evaluation auf eine Selbstbeschreibung von Innosuisse sowie auf externe Studien zur Rechtsgrundlage von Innosuisse (Prof. A. Lienhard, Universität Bern) und zu internationalen Innovationsprogrammen (Technopolis Wien).

Kohärentes Förderportfolio im Schweizer Innovationssystem

Der SWR kommt zum Schluss, dass das Portfolio von Innosuisse den gesetzlichen Aufgaben entspricht. Insgesamt ist das Portfolio kohärent, und die Förderinstrumente ergänzen sich gut. Der Schwerpunkt liegt auf der Bottom-up-Förderung, wobei die Flagship-Initiative die Festlegung thematischer Schwerpunkte und die proaktive Behandlung von Querschnittsthemen wie der nachhaltigen Entwicklung ermöglicht. Darüber hinaus kann der Bundesrat Innosuisse mit Sonderprogrammen, themenorientierten Programmen und nationalen Initiativen beauftragen. In der Regel werden diese zeitlich begrenzten Programme nach den Grundsätzen der Innosuisse-Projektförderung umgesetzt.

Aus systemischer Sicht fügt sich das Portfolio von Innosuisse gut in das übergeordnete Innovationsumfeld ein. Es besteht eine klare Aufgabenteilung mit anderen Förderprogrammen. Dazu gehören die kantonale Innovationsförderung, die Neue Regionalpolitik (NRP), die Ressortforschung, die Förderinstrumente des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) sowie die Forschungs- und Innovationsprogramme der EU. Schweizer Innovationsakteure haben auf nationaler und internationaler Ebene keinen oder nur begrenzten Zugang zu bestimmten Förderinstrumenten. Dazu gehören das Small Business Innovation Research Programme (SBIR-Programm) und die Advanced Research Projects Agency (ARPA).

Weiterentwicklung einzelner Förderinstrumente und Analysebedarf

Im Hinblick auf Anpassungen des Innosuisse-Portfolios kommt der SWR unter anderem zu folgenden Schlüssen: Potenzial für eine bessere Koordination oder Konsolidierung besteht bei Projekten ohne Umsetzungspartner sowie bei Dienstleistungen in den Bereichen Vernetzung, Coaching und Training. Die Flagship-Initiative sollte zudem noch stärker mit den themenübergreifenden Prioritäten des Bundesrates abgestimmt werden.

Der SWR schlägt weiter vor, Hürden für Umsetzungspartner in Innosuisse-Projekten abzubauen und Akteure aus Praxis, Gesellschaft und öffentlichen Einrichtungen stärker einzubeziehen. Zudem empfiehlt der SWR, den Zugang zu Risiko- und Eigenkapitalfinanzierung zu erleichtern.

Der Evaluationsbericht identifiziert zudem weiteren Analysebedarf in mehreren Bereichen. Dies betrifft die Erfolgsraten von Anträgen und deren Auswirkungen auf das Förderportfolio von Innosuisse, die Frage von Direkt- und Einzelförderung von Unternehmen sowie die strategische Bewertung von Dual-Use- und militärischer Forschung und Entwicklung.

Der Evaluationsbericht, die externen Studien sowie die Stellungnahme von Innosuisse sind auf der Website des Schweizerischen Wissenschaftsrats verfügbar.

Von links nach rechts: Prof. Laurent Sciboz, Prof. Dr. Adrienne Grêt-Regamey, Prof. Dr. Sabine Seufert, Dr. Bryn Roberts, Prof. Dr. Jane Royston, Prof. Dr. Sabine Süsstrunk (Präsidentin), Prof. Dr. Jean-Marc Triscone, Prof. Dr. Dominique Foray, Prof. Dr. Markus Kern, Prof. Dr. Susanna Burghartz, Prof. Dr. Sophie Martin, Prof. Dr. Gabriel Aeppli, Prof. Dr. Christiane Pauli-Magnus.

© SWR
Politik Forschung Wissenschaft
Anzeige

Neueste Beiträge

TCL vernetzt den Alltag - IFA 2026
Unter dem Motto «AI Inspired Life» stellt sich der Elektronikkonzern TCL auf der IFA 2026 in Berlin mit seinen neuesten Produktinnovationen vielseitig auf.
4 Minuten
7. Sep 2026
Sicherheitskamera-Kit TP-Link C675D im Test - Mit der zweiten sieht man mehr
Sicher ist sicher: TP-Links Tapo C675D ist ein Sicherheitskamera-System mit gleich zwei Kameras. Das aufwändige Doppel-Linsensystem mit KI-Funktionalitäten verfolgt automatisch, nimmt auf und speichert Fotos wie auch Videos - lokal oder auch in der Tapo-Cloud. Computerworld hat den cleveren Wächter getestet. 
4 Minuten
7. Sep 2026
Mehrheit der Agenturen begrüsst neue KI-Kennzeichnungspflicht
Relativ gelassen reagierten die vom GWA befragten Mitgliedsagenturen auf die neue KI-Kennzeichnungspflicht, die seit 1. August für audiovisuelle Inhalte in Werbe- und Marketingmassnahmen gilt (EU AI Act).
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Die Diskette wird 50 Jahre alt - Geschichte
Die Diskette feiert dieser Tage den 50. Geburtstag und dokumentiert eindrücklich die Miniaturisierung. Denn auf einem heutigen MicroSD-Kärtchen hat die Datenmenge von 4,5 Millionen der ersten 8-Zoll-Floppys Platz.
3 Minuten
27. Sep 2021
Samsung Galaxy z Fold7: die besten Bilder - Sunrise
Der «TV Shop» auf der Sunrise TV Box wurde erneuert und findet sich nun im Hauptmenü. TV-Apps sowie Senderpakete sind in wenigen Schritten abonnier- und kündbar.
1 Minute
Brack.Alltron CONNECT 2026: Die wichtigste ICT-Leitmesse der Schweiz
Auf der CONNECT 2026 von Brack.Alltron am 26. und 27. August 2026 in Zürich-Oerlikon treffen sich ICT-Professionals zur wichtigsten Fachmesse der Branche. In der Halle 550 präsentiert der Veranstalter Brack.Alltron unter dem Motto «Unboxing Tomorrow» an zwei Tagen die neuesten Trends und Lösungen. 
5 Minuten
27. Aug 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige