Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Netzpistole holt Drohnen vom Himmel

Die Churer Firma Droptec hat eine Netzpistole entwickelt, mit der Sicherheitskräfte Drohnen vom Himmel schiessen können. Beim Abschuss entfaltet sich ein Netz, das sich um das Fluggerät legt und die Rotoren blockiert.
© (Quelle: Pexels)

Die Firma Droptec aus Chur hat am Mittwoch eine neuartige Anti-Drohnen-Pistole namens «Dropster» vorgestellt. Sie soll Sicherheitskräfte bei der Abwehr von Fluggeräten unterstützen, die in eine Flugverbotszone eindringen. Die Pistole verschiesst ein zwei mal zwei Meter grosses Netz aus reissfesten Kunststofffasern, das sich während dem Flug aufspannt. Bei einem Treffer wickelt sich das Fangnetz um die Multi-Kopter, blockiert die Rotoren und bringt die Drohnen so zum Absturz. Gemäss Angaben des Unternehmens beträgt die Reichweite der Anti-Drohnen-Pistole 30 bis 50 Meter. Ausgeliefert wird sie in einem Koffer mit Schussgerät und fünf Netz-Ladungen. Wer die Pistole hierzulande kaufen und verwenden will, braucht sowohl einen Waffenerwerbsschein als auch einen Waffenschein.

Laut Christian Gauer von Droptec initiierten «Mitarbeiter der Kantonspolizei Graubünden» die Entwicklung der Netzpistole im Hinblick auf das World Economic Forum in Davos. Die Kantonspolizei Graubünden bestätigte auf Anfrage, dass die Pistole am WEF zur Ausrüstung der Sicherheitskräfte gehörte. Ob die Pistole auch zum Einsatz kam, darüber will die Kapo keine Auskunft geben. Zwei Dropster schaffte sich auch die Justizvollzugsanstalt Lenzburg an. Gemäss Direktor Marcel Ruf kommen sie in der Strafanstalt in Kombination mit einem Drohnen-Erkennungsradar zum Einsatz.

Verwandtes Produkt aus England

Mehrere Firmen entwickelten zuvor schon Gerätschaften, die zur Abwehr von Drohnen dienen. Bereits 2016 stellte das britische Start-up Openworks Engineering eine Netze schiessende Kanone vor (Computerworld berichtete). Die SkyWall 100 feuert per Druckluft ein Projektil ab, das eine Flughöhe von bis zu 100 Metern erreicht. Das Geschoss öffnet kurz vor der herannahenden Drohne ein quadratisches Netz. Der Drohneneindringling gleitet dann zusammen mit dem Projektil in einem Fallschirm zu Boden. Bei den Projektilen verzichtet eine günstigere Munitionssorte auf den Fallschirm, während eine Sorte nur Störsignale aussendet, um die Verbindung zwischen Pilot und Drohne zu unterbrechen. Im Vergleich zur sperrigen SkyWall 100 fällt das Schweizer Modell von Droptec allerdings deutlich kompakter aus.

Hardware Fun Industrie 4.0
Anzeige

Neueste Beiträge

Bessere Qualität der swisstopo Geodaten dank neuer Luftbildkameras
Zum Start der Flugsaison 2026 führt das Bundesamt für Landestopografie swisstopo eine Kamera neuster Generation für die Aufnahme von Luftbildern ein. Diese Weiterentwicklung dient der Erneuerung von Aufnahmesystemen, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben.
3 Minuten
26. Apr 2026
Auf deutschen Smartphones sind im Schnitt fast 50 Apps installiert
Der Bitkom hat eine Befragung durchgeführt, wie viele und welche Apps die Deutschen auf ihren Smartphones nutzen. Die Zahl hat gegenüber dem Vorjahr erneut zugenommen, wobei Messenger den Nutzern am wichtigsten sind.
2 Minuten
25. Apr 2026
Ines Stutz mit mehr Verantwortung bei Aveniq
Ines Stutz übernimmt Leitung des neu geschaffenen Bereiches Consulting & Project Services.Um Kunden in Transformations- und Projektvorhaben noch gezielter zu unterstützen, stärkt Aveniq ihr Beratungs- und Projektgeschäft.
2 Minuten
25. Apr 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Neue Batterie erhöht Reichweite von E-Autos erheblich
Ein neues Batteriedesign verlängert die Reichweite von Elektrofahrzeugen und die Lebensdauer tragbarer Elektronikgeräte, weil es die Kapazität des Speichers entscheidend vergrössert. 
3 Minuten
30. Mär 2026
Samsung: Mit dem Headset gegen die Reisekrankheit
Mit der kostenlosen Hearapy App von Samsung können Menschen, die unter der Reisekrankheit leiden, die Kopfhörer Galaxy Buds4 Pro einsetzen, um einen Ton zu erzeugen, der das Gleichgewichtssystem im Innenohr stimuliert und so die Beschwerden lindern soll.
3 Minuten
1. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige