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Lesedauer 4 Min.

Immer verbunden, überall entspannt im Apple Universum

In den Ferien dient das iPhone nicht nur zum Fotografieren von Essen. Erst im ­Zusammenspiel mit den AirPods und der Apple Watch laufen die digitalen Helfer zur Höchstform auf. Folgend lesen Sie die besten Tipps für die nächste Reise.
© ChatGPT

So viel vorweg: Wer sich ernsthaft auf seine digitalen Helfer stützt, braucht in den Ferien ein Datenkontingent. Nur so werden Verkehrsmeldungen, Live-Benachrichtigungen und Cloud-Dienste weiterhin auf die Weise funktionieren, wie wir es erwarten. Es mag zwar sinnvoll sein, in der Karten-App vorgängig das Feriengebiet für die Offlinenutzung herunterzuladen; aber ohne Internetzugriff kann die App nicht vor Staus warnen, um nur ein Beispiel zu nennen.

Doch vor der Reise steht die Planung – und bereits hier wird der Grundstein zu einem erinnerungswürdigen Aufenthalt gelegt.

Umsehen («Look Around»)

Bei der Wahl des Hotels klaffen Werbung und Realität oft auseinander. Um die Unterkunft schon vor der Buchung einer genaueren Prüfung zu unterziehen, suchen Sie das Hotel in der Karten-App. Mit einem Tippen auf das Fernglas-Symbol unten links, Bild 1, wird die Umgebung eingeblendet und lässt sich nun in alle Richtungen überprüfen – zum Beispiel darauf, ob tatsächlich ein kurzer Fussweg direkt zum Strand führt.

Bild 1: Das Fernglas zeigt, wie die Umgebung tatsächlich aussieht

© PCtipp
Die versteckten Reiseführer

Apples Karten-App bietet kuratierte Reiseführer aus verschiedenen Quellen, wenn auch meistens nur auf Englisch. Erfassen Sie im Suchfeld die gewünschte Stadt und tippen Sie auf die Schaltfläche Reiseführer, Bild 2. Die Auswahl an Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten bietet für alle etwas – und sie kann zur einer wertvollen Quelle der Inspiration bei der Planung sein.

Bild 2: Die Reiseführer können zu einer Quelle der Inspiration werden

© PCtipp
Tickets sammeln und verteilen

Praktisch jede Fluglinie und unzählige Veranstalter händigen digitale Tickets aus – und viele davon lassen sich in der Wallet-App des iPhones ablegen. Die Kompatibilität wird oft durch das entsprechende Icon symbolisiert, gerne auch mit Text, Bild 3 A. Sammeln Sie Tickets auf diese Weise, denn einfacher wird es nicht mehr. Um ein Ticket aufzurufen, drücken Sie am iPhone zweimal die Seitentaste, also wie bei der Bezahlung mit Apple Pay. Dann werden nicht nur die hinterlegten Kreditkarten, sondern auch die Tickets angezeigt.

Wenn jede Person ein eigenes Ticket benötigt, etwa für den Flieger, lassen sich die Dokumente trotzdem auf einem einzelnen iPhone sammeln. Danach öffnen Sie das Ticket für den Partner in der Wallet-App. Mit einem Tippen wird das Teilen-Symbol eingeblendet B. Nun lässt es sich via AirDrop, als Nachricht oder auf einem anderen Weg teilen. Sobald die Kopie abgeschlossen ist, wird das Original in der eigenen Wallet behalten oder gelöscht, ganz wie es beliebt.

Bild 3: Tickets lassen sich auf einem iPhone sammeln und später verteilen

© PCtipp

Bild 4: Die Apple AirPods schalten die Umgebung stumm; ein Segen, nicht nur im Flieger

© PCtipp
Selbstverteidigung

Fliegen ist günstig und beliebt. Doch wo früher noch ein Hauch von Luxus und Exklusivität mitschwang, dominieren heute die Klagen über rücksichtlose Mitreisende oder Kinder, die sich an keine Regeln halten. Daran lässt sich leider nichts ändern. Doch dagegen ist zumindest ein Kraut gewachsen: Apples AirPods, Bild 4. Die neuesten Generationen, also die AirPods 4 sowie die AirPods Pro 3, bieten eine fantastische Geräuschreduktion (ANC). Jeder, der einmal damit geflogen ist, weiss: In der Luft geht es nicht mehr ohne.

Durch ihre Bauart bieten die AirPods Pro 3 die beste Isolation, da sie den Gehörgang konstruktionsbedingt wie ein Stöpsel abdichten. Apples AirPods 4 (ohne Pro) reichen beim ANC nur fast an diese Leistung heran, was jedoch immer noch beachtlich ist. Dafür sitzen sie etwas lockerer, was vielerorts als angenehmer empfunden wird – und das macht ihre Leistung umso eindrücklicher.

Blick in die Karte

Sprachbarrieren sind der Klassiker unter den Ferienproblemen. Kaum jemand traut sich heute noch, ohne eine Übersetzungs-App die Weite zu suchen. Apple bietet mit der App Übersetzungen eine eigene Lösung an, doch die überzeugt nur leidlich – ganz abgesehen davon, dass europäische Sprachen wie Griechisch weder erkannt und schon gar nicht übersetzt werden.

Um die Speisekarte mit einem Wedeln des iPhones zu übersetzen, empfiehlt sich die App Google Übersetzer, die kostenlos im App Store unter go.pctipp.ch/3537 heruntergeladen wird, Bild 5. Einige Reiselustige tendieren hingegen zur App des bekannten Übersetzungsservice DeepL (go.pctipp.ch/3538).

Welche App das Rennen macht, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Da beide kostenlos sind, steht einem vorgängigen Test nichts im Weg.

© PCtipp
Apple Pay statt Bargeld

Das kontaktlose Bezahlen hat sich in allen populären Ferienzielen durchgesetzt. Seine komfortabelste Form gipfelt in Apple Pay: Ein Doppeltippen auf die Stand-by-Taste des iPhones oder auf die Seitentaste der Apple Watch blendet die verfügbaren Karten ein, die sich kontaktlos nutzen lassen. Die Vorzüge liegen auf der Hand: Die physische Karte bleibt im Hotelzimmer und an Bargeld wird nur das absolute Minimum mitgeführt – und am besten klein gestückelt, zum Beispiel für Trinkgelder.

Da bei der Bezahlung mit Apple Pay keine persönlichen Daten oder die Kreditkarten-Angaben übertragen werden, ist jeder Transfer wasserdicht. Apple Pay an der Apple Watch funktioniert ausserdem auch ohne Netz oder iPhone. An belebten Märkten oder in der Metro ist das nicht nur bequem, sondern auch die klügere Wahl.

Tipp: Die kostenlosen Debitkonten und -karten von Revolut (revolut.com) sind für Auslandsreisen wie gemacht. Sie bieten hervorragende Wechselkurse; deshalb sollte immer in der Landeswährung bezahlt werden, um andere «Nutzniesser» auszuschliessen, weil sie überrissene Umwechslungkurse veranschlagen. Mehr noch: Wenn die Kurse aktuell besonders günstig sind, lassen sich zum Beispiel Euros in einem separaten Konto horten; später wird im Euro-Ausland automatisch damit bezahlt.

Standortbestimmung

Eine fremde Stadt wird «fremd» genannt, weil man sich nicht auskennt. Doch das ist kein Problem, denn Apples Karten-App unterstützt auch die Navigation unter Einbezug des ÖVs oder zu Fuss. Vor allem die Navigation auf Schusters Rappen wird auf der Apple Watch zu einer sicheren Wette: Ein Blick auf das Handgelenk reicht, um die Route zu prüfen, inklusive Orientierung mit Kompass, Bild 6.

Statt auf das Display zu blicken, kann man sich auch an den «Stupsern» und Tönen orientieren, welche die Apple Watch austeilt. Ein tiefer Ton, gefolgt von einem hohen Ton (Tock Tick, Tock Tick), bedeutet, dass bei der nächsten Kreuzung rechts abgebogen werden muss. Ein hoher Ton, gefolgt von einem tiefen Ton (Tick Tock, Tick Tock), bedeutet, dass es links weitergeht. Das bedingt allerdings ein wenig Übung und noch mehr Konzentration.

Bild 6: Die Apple Watch führt sicher durch die Strassen

© PCtipp

Einfacher als die Stupser der Apple Watch ist die Navigation durch konkrete Ansagen («Bei der nächsten Ampel …»). Dazu müssen lediglich die AirPods getragen und mit der Apple Watch verbunden sein. Mit den AirPods in den Ohren wird ausserdem eine Navigation auf Zuruf gestartet: «Hey Siri, navigiere mich zum nächsten Restaurant». Und schon schlängelt man sich wie ein Einheimischer durch die verwinkelten Gassen.

Wenn es ernst wird

Und schliesslich greift die Apple Watch ein, wenn es brenzlig wird. Die Sturzerkennung schlägt Alarm, wenn man nach einem Unfall reglos liegenbleibt – und ruft automatisch Hilfe, inklusive der Angabe der GPS-Position. Dazu werden die landesspezifischen Notrufnummern hinzugezogen. Eine unbezahlbare Rückversicherung, wenn die Reise auch durch Gegenden abseits der Orte und Städte führt.

Praxis Apple
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