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Lesedauer 3 Min.

Mehr arbeitslose Programmierer und Softwareentwickler wegen KI

Seit im November 2022 die künstliche Intelligenz mit der Einführung von ChatGPT Fahrt aufgenommen hat, gibt es in der Schweiz mehr Arbeitslose in Berufen, die stark von KI betroffen sind. Dies zeigt eine Studie der ETH Zürich.
© (Quelle: EMGenie)

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verlaufe in Berufen mit hoher KI-Betroffenheit deutlich weniger erfreulich als in Berufen mit geringer Betroffenheit, schrieb das KOF Institut (ehemals Konjunkturforschungsstelle) der ETH Zürich im Bericht zur Studie.

In stark betroffenen Berufen sei die Zahl der Stellensuchenden ab Ende 2022 um durchschnittlich 27 Prozent stärker gestiegen. Mehr Arbeitslose und weniger Stelleninserate gebe es demnach vor allem im Bereich der Informatik.

Konkret am stärksten betroffen seien Kodiererinnen und Kodierer, Korrekturlesende und Anwendungsprogrammierende sowie Datenbank-, Web- und Software-Entwickelnde. Nicht oder nur sehr gering betroffen seien Berufe im Handwerk sowie Reinigungspersonal, Hauswartinnen und Hauswarte oder Näherinnen und Näher, heisst es in der am Samstag veröffentlichten Studie.

Tempo überraschte Studienleiter

Das Ergebnis hat die Leitenden der Forschungsgruppe Arbeitsmarkt am KOF-Institut nicht unbedingt überrascht. Dafür umso mehr das Tempo. «Das ging überraschend schnell», sagte der an der ETH zuständige Michael Siegenthaler gegenüber der «NZZ am Sonntag», die als erstes über die Studie schrieb.

In absoluten Zahlen seien dies «ein paar tausend Arbeitslose», so Siegenthalers Schätzung. Und zwar in Berufen, die bisher als geschützt vor Digitalisierung und Automatisierung gegolten hätten.

Studie zeigt «nur» Verschiebungen auf

Für die Analyse wurden erstmals in der SchweizKI-Betroffenheitsmasse mit aktuellen Arbeitsmarktdaten verglichen. Die Studie fokussiert gemäss den Angaben des KOF-Instituts auf die Unterschiede in der Entwicklung zwischen den Berufsgruppen. Für alle Berufe geltende Entwicklungen, wie zum Beispiel der generelle konjunkturelle Verlauf, seien herausgerechnet worden.

Die Autoren betonen, dass die Ergebnisse nicht den Effekt von künstlicher Intelligenz auf die Gesamtbeschäftigung zeigten, sondern nur relative Verschiebungen zwischen den Berufen. Da KI die Firmen in der Schweiz plausiblerweise produktiver mache, dürfte sich dies auch positiv auf die Gesamtbeschäftigung auswirken.

Künstliche Intelligenz (KI)
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