Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Russische Cyber-Kampagne in Nato-Staaten aufgedeckt

Westliche Geheimdienste haben nach britischen Angaben eine Cyber-Kampagne Russlands aufgedeckt, die gegen logistische und technologische Ziele in Nato-Staaten gerichtet ist.
© (Quelle: BeeBright/Shutterstock.com)

Wie das britische National Cyber Security Centre mitteilte, soll die Einheit 26165 des russischen Geheimdienstes GRU seit 2022 eine Kampagne gegen staatliche und private Organisationen durchgeführt haben. Dabei sollen auch solche ins Visier geraten sein, die mit der Koordination und Lieferung von Hilfsgütern für die Ukraine befasst sind.

Betroffen waren demnach die Bereiche Verteidigung, IT-Dienstleistungen sowie Systeme zum Verkehrsmanagement im See- und Luftverkehr - einschliesslich Häfen und Flughäfen in mehreren Nato-Staaten, darunter auch Deutschland.

Kameras an Grenzübergängen ins Visier genommen

Zum Einsatz kamen bei der auch als APT 28 bezeichneten Einheit demnach eine Mischung aus Techniken wie das Erraten von Zugangsdaten, Phishing sowie die Ausnutzung von Berechtigungen innerhalb von Microsoft-Exchange-Postfächern. Ausserdem seien mit dem Internet verbundene Kameras an ukrainischen Grenzübergängen und in der Nähe militärischer Einrichtungen ins Visier genommen worden, um Hilfslieferungen für die Ukraine zu überwachen und nachzuverfolgen.

Schutzmassnahmen empfohlen

Verantwortliche bei Technologie- und Logistikunternehmen sollten unverzüglich Massnahmen ergreifen, um sich zu schützen, hiess es in der Mitteilung. Dazu gehöre eine erhöhte Wachsamkeit, Multifaktorauthentifizierung und das rasche Aufspielen von Security-Updates.

Das National Cyber Security Centre in Grossbritannien gehört zum Geheimdienst GCHQ. Zu den an der Aufdeckung beteiligten Behörden zählen auch der Bundesnachrichtendienst, das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie Dienste aus den USA, Tschechien, Polen, Australien, Kanada, Dänemark, Estland, Frankreich und den Niederlanden.

Hacking Phishing
Anzeige

Neueste Beiträge

Die neue Generation der Foldable-Smartphones - Quadratisch, praktisch, aber auch gut?
Smartphones zum Falten setzen verstärkt auf handliche Abmessungen. Aktuelle Falt-Handys orientieren sich beim Aussendisplay immer häufiger am kompakten Reisepassformat. Ein Überblick über Modelle, Technik, Gerüchte um Apples erstes Falt-Handy und deren Alltagstauglichkeit.
8 Minuten
8. Sep 2026
Philipp Ringgenberg neuer CEO bei Zühlke in der Schweiz
Philipp Ringgenberg hat im August als CEO die Leitung von Zühlke in der Schweiz übernommen. In seiner Position verantwortet er ab sofort die geschäftliche Entwicklung.
2 Minuten
Motorola zeigt auf der IFA ein neues Smartphone und eine Smartwatch
Mit dem Edge 70 Plus bringt Motorola ein weiteres Mittelklasse-Smartphone. Ausserdem zeigt der Hersteller auf der IFA eine Edition des Razr 70 mit edlen Swarovski-Steinen und die sportliche Smartwatch Moto Watch Ultra.
3 Minuten
8. Sep 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Cybersicherheit lebt vom Austausch - Global Cyber Conference 2026
Cyberangriffe machen weder an Landesgrenzen noch an Unternehmensmauern halt. Umso wichtiger ist der direkte Austausch zwischen Sicherheitsverantwortlichen, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Global Cyber Conference 2026 in Zürich brachte mehr als 300 Fach- und Führungskräfte zusammen. Im Zentrum standen Cybersecurity, künstliche Intelligenz und Quantentechnologien.
6 Minuten
KI beschleunigt Cyberangriffe drastisch - Neue Studien warnen
Spezialisierte KI-Modelle finden Software-Schwachstellen inzwischen in nie dagewesener Geschwindigkeit und Menge.
4 Minuten
Mitarbeiter bleiben grösstes Cyberrisiko - KI verschärft die Lage
Zwei aktuelle Studien zeigen: Das grösste Sicherheitsrisiko für Unternehmen sitzt nicht in der IT-Infrastruktur, sondern am Arbeitsplatz der eigenen Belegschaft.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige