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Lesedauer 8 Min.

Die neue Generation der Foldable-Smartphones

Smartphones zum Falten setzen verstärkt auf handliche Abmessungen. Aktuelle Falt-Handys orientieren sich beim Aussendisplay immer häufiger am kompakten Reisepassformat. Ein Überblick über Modelle, Technik, Gerüchte um Apples erstes Falt-Handy und deren Alltagstauglichkeit.

Mit Samsung, Honor, Xiaomi, Google und ab morgen wohl auch mit Apple bieten gleich 5 Premium-Hersteller Falt-Handys der neuen Generation

© PCtipp

Moderne Falt-Smartphones haben sich von einer technischen Nische zu einer ausgereiften Geräteklasse entwickelt. Während frühe Generationen im zugeklappten Zustand ungewohnt schmal und lang gestreckt wirkten, verfolgen aktuelle Modelle einen wesentlich komfortableren Ansatz: Das Aussendisplay orientiert sich im Breitbildformat an den Proportionen eines klassischen Reisepasses. Das erleichtert die einhändige Bedienung sowie das Tippen im geschlossenen Zustand erheblich. Auch die Scharnierkonstruktionen wurden derart weiterentwickelt, dass die störende Falte im Innenbildschirm immer unscheinbarer wird. Doch wie unterscheiden sich die Geräte, worauf gilt es vor dem Kauf zu achten und welche Hersteller prägen den Markt?

Was sind die Vorteile gegenüber klassischen Smartphones?

Der grösste Vorteil liegt in der ausserordentlichen Flexibilität des variablen Bildschirms. Zusammengeklappt lässt sich das Gerät kompakt und komfortabel wie ein normales Smartphone in der Hosentasche transportieren. Aufgeklappt bietet das riesige Innendisplay hingegen die Arbeitsfläche eines kleinen Tablets, was das Betrachten von Dokumenten oder Multitasking mit zwei nebeneinander liegenden Apps enorm erleichtert. Auch beim Anschauen von Videos, beim mobilen Arbeiten mit Tabellen oder beim Bearbeiten von Fotos entsteht ein Mehrwert, den kein starres Smartphone bieten kann. Zudem erlauben die klappbaren Gehäuse neuartige Kamera-Winkel, bei denen das Gerät selbst als Stativ dient.
 

Welches sind die Nachteile dieser Technologie?

Durch die hochkomplexe Scharniertechnik und die biegsamen OLED-Panels sind Foldables spürbar teurer und in der Herstellung aufwendiger als klassische Mobiltelefone. Die sicht- und spürbare Vertiefung in der Mitte des Innenbildschirms lässt sich zwar minimieren, aber bauartbedingt noch nicht vollständig eliminieren. Zudem fällt der Schutz gegen Staub und Eindringen von Fremdkörpern aufgrund der beweglichen Mechanik meist schwächer aus als bei starren Gehäusen. Auch die Akkulaufzeit gerät durch die enorme Fläche des riesigen Innenbildschirms unter Druck, weshalb die Hersteller extrem effiziente Prozessoren verbauen müssen. Schliesslich bleiben Reparaturen im Falle von Sturzschäden unverhältnismässig kostspielig.

Worin unterscheiden sich diese Smartphones von «älteren» Falt-Handys?

Foldables besassen bis dato eher schmale, langgezogene Aussendisplays, welche die alltägliche Bedienung im zugeklappten Zustand spürbar erschwerten. Die aktuelle Generation setzt stattdessen auf ein breiteres Seitenverhältnis, das sich exakt den Proportionen eines Reisepasses annähert. Dadurch lassen sich Kurznachrichten schreiben, Internetseiten aufrufen oder Navigationskarten nutzen, ohne das Gehäuse jedes Mal aufklappen zu müssen. Darüber hinaus sind die Scharniere drastisch kompakter geworden, was die Bauhöhe im geschlossenen Zustand auf ein Niveau herkömmlicher Smartphones reduziert. Durch die Verwendung fortschrittlicher Titan- und Aluminiumlegierungen fällt zudem das Gesamtgewicht deutlich geringer aus als noch bei den Pioniergenerationen.

Samsung Galaxy Z Fold8  Ultra (links) und Z Fold8 (rechts)

© PCtipp

Worauf sollte man beim Kauf besonders achten?

Besonderes Augenmerk gilt der Alltagstauglichkeit des Aussendisplays, da dessen Format darüber entscheidet, wie oft das Gerät tatsächlich aufgeklappt werden muss. Ebenso kritisch sind das Gesamtgewicht und die Stärke des Gehäuses, um eine angenehme Ergonomie in der Hose und der Hand zu garantieren. Achten Sie zudem auf die IP-Zertifizierung bezüglich Wasser- und Staubresistenz sowie auf die Haltbarkeit des Scharniersystems. Da die Reparatur faltbarer Displays sehr teuer ist, lohnt sich vor dem Kauf ein genauer Blick auf erweiterte Garantieangebote oder spezielle Versicherungspakete der Hersteller. Nicht zuletzt sollte auch die Software-Anpassung geprüft werden, da erst eine ausgereifte Multitasking-Bedienoberfläche den grossen Bildschirm optimal nutzt.

Was ist dran an den Gerüchten über das neue Falt-Handy von Apple?

Der Gerüchteküche zufolge verdichten sich die Spekulationen um das erste faltbare iPhone, das Marktbeobachtern zufolge unter dem Namen «iPhone Ultra» am 9. September (also morgen, siehe nächster Punkt) an der Apple-Veranstaltung «Suprise and Shine» beziehungsweise der entsprechenden Keynote vorgestellt werden soll. Auch wann das Gerät zum Verkauf steht respektive welche verschiedene Modellvarianten es geben wird, soll morgen ebenfalls auf der Apple -Keynote bekanntgegeben werden.

Am 9.September, gegen 19h, soll das erste Foldable-iPhone vorgestellt werden

© Apple

Welche Hersteller und Modelle prägen aktuell den Markt?

Das Marktangebot wird von etablierten Herstellern sowie hochkarätigen Neuzugängen bestimmt. Zu den prägenden Modellen zählen das Samsung Galaxy Z Fold8, das Google Pixel 11 Pro Fold, das Honor Magic V6 sowie das Xiaomi 18 Fold. Spekulationen zufolge möchte sich bald auch Apple mit dem viel diskutierten iPhone Ultra in diese Riege einreihen. Während Samsung und Google vor allem bei der Software-Integration glänzen, drücken chinesische Anbieter wie Honor und Xiaomi die physikalischen Grenzen bei der Gehäusedicke nach unten. Apple hingegen soll Gerüchten zufolge mit einer stark fokussierten Hardware-Strategie einen ganz eigenen Weg verfolgen, um das mutmasslich flachste Falt-Handy am Markt zu realisieren.

Apple iPhone Ultra (noch nicht lanciert!)

Das Apple iPhone Ultra soll Gerüchten zufolge neue Wege beschreiten, um mit mutmasslich nur 4.5 mm Dicke im geöffneten Zustand das flachste Falt-Handy am Markt zu stellen. Um diese extrem schlanke Bauform zu realisieren, könnte Apple das voluminöse Face ID durch Touch ID im Seitenschalter ersetzen und ein passgenaues Aussendisplay für die komfortable Einhandbedienung nutzen. Auch das Kamerasystem soll dem schlanken Profil angepasst werden: Statt einer Dreifach-Anordnung planen die Entwickler laut Insiderberichten ein duales Setup aus Haupt- und Ultraweitwinkelkamera. Farblich stehen dem Vernehmen nach Silber und ein dunkles Indigo im Raum, während Schwarz entfallen dürfte. Angetrieben von einem voraussichtlich im 2-Nanometer-Verfahren gefertigten A20-Pro-Prozessor könnte das Modell mit einem geschätzten Einstiegspreis von rund 2000 US-Dollar im absoluten Premiumsegment positioniert werden. Der SoC-Prozessor soll dabei in der Lage sein, selbst bei intensivsten Anwendungen kühles und energieeffizientes Arbeiten zu ermöglichen. Branchenkenner vermuten zudem eine neuartige Scharnierabdeckung aus Titan, die das Eindringen von Staubpartikeln nahezu ausschliessen soll. Das speziell angepasste iOS könnte das aufgeklappte Format für erweiterte Multitasking-Widgets und Splitscreen-Funktionen nutzen. 
Fazit: Apples iPhone Ultra dürfte ein kompromisslos auf Schlankheit getrimmtes Luxus-Gerät für Apple-Fans mit exklusivem Geschmack werden.

Apples iPhone Ultra: soll Fr. 2000.-  und mehr kosten

© @SonyDickson

Google Pixel 11 Pro Fold

Das Google Pixel 11 Pro Fold setzt konsequent auf das breite Passformat beim Aussendisplay und perfektioniert das Design der Pixel-Serie. Zusammengeklappt misst das Aussendisplay handliche 6.5 Zoll, während sich im Inneren ein riesiger 8.0-Zoll-OLED-Bildschirm entfaltet. Angetrieben wird der Falter vom neuen Tensor-G6-Chip, der speziell für komplexe On-Device-KI-Anwendungen und erweiterte Multitasking-Szenarien optimiert wurde. Die neue Triple-Kamera mit 48-Megapixel-Hauptsensor liefert eine sehr gute Bildqualität. Der verbaute 4750-mAh-Akku gewährleistet zuverlässige Ganztages-Laufzeiten, während die flache Aluminium-Gehäusekonstruktion das Gesamtgewicht spürbar reduziert. Die verankerten Gemini-Funktionen unterstützen Anwender zudem beim Zusammenfassen von Inhalten direkt auf dem grossen Innenbildschirm. 
Fazit: Googles Pixel 11 Pro Fold ist ein starkes Arbeitstier für Fans einer schnörkellosen Benutzeroberfläche und KI-gestützter Foto- und Videoverarbeitung.

Googles Pixel 11 Pro Fold (512 GB): liegt bei Fr. 1899.- 

© Google

Honor Magic V6

Das Honor Magic V6 setzt neue Massstäbe in der Falt-Kategorie und kombiniert eine rekordverdächtige Bauweise von unter 8.8 Millimetern im geschlossenen Zustand mit absoluter Highend-Hardware. Das verbaute 6.52-Zoll-Aussendisplay im idealen Passformat ermöglicht die reibungslose Einhandbedienung, während das innere 7.95-Zoll-LTPO-Panel maximale Übersicht bietet. Angetrieben vom Snapdragon 8 Elite Gen 5 sorgt ein gigantischer 6660-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku der neuesten Generation für überragende Ausdauerwerte. Das fortschrittliche Kamerasystem mit 64-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv (3fach optischer Zoom) fängt gestochen scharfe Details selbst bei starkem Zoom ein. Zudem schützt ein NanoCrystal-Shield beide Displays vor Kratzern und Stürzen im Alltag. Haupt- und Ultraweitwinkelkamera nutzen jeweils einen 50-Mpx-Sensor. Das Gerät zeigt, wie flach, robust und ausdauernd moderne Falt-Smartphones gebaut werden können.
Fazit: Es muss nicht immer Apple oder Samsung sein. Bester beweis dafür ist das Honor Magic V6, das als aktuelles Foldable eine erstklassige Option für Design- und Technik-Enthusiasten dar.

Honor Magic V6 (512 GB): sein Strassenpreis beträgt Fr. 1510.-

© Honor

Samsung Galaxy Z Fold8

Das Samsung Galaxy Z Fold8 setzt auf ein spürbar kürzeres und breiteres Format. Im zugeklappten Zustand misst das Gehäuse extrem schlanke 9.7 mm, während es aufgeklappt hauchdünne 4.5 mm erreicht. Das breitere 5.5-Zoll-Aussendisplay im ergonomischen Reisepass-Format ergänzt das innenliegende, fast quadratische 7.6-Zoll-Dynamic-AMOLED-2X-Display (im 4:3-Format) hervorragend. Als Antrieb dient der weltweite Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, während das neue Dual-Kamerasystem mit einer 50-Megapixel-Hauptkamera und einer 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera zuverlässige Ergebnisse liefert, wobei auf ein separates Teleobjektiv verzichtet wird. Ein integrierter 4800-mAh-Akku sorgt für ausdauernde Laufzeiten im Alltag. Zudem hat Samsung die Software-Anpassung weiter perfektioniert, sodass auch mehrere Anwendungen flüssig nebeneinander laufen.
Fazit: Samsungs Galaxy Z Fold 8 gilt als das bisher ausgereifteste und kompletteste Foldable - gemacht für Multimedia-User.

Das Samsung Galaxy ZFold8 (512 GB): kostet Fr. 1899.-

© Galaxy

Xiaomi 18 Fold

Dass der chinesische Hersteller Xiaomi gerade einmal zwei Tage von dem geplanten iPhone 18 Ultra-Launch seine eigene Version eines modernen Foldables-Smartphones vorstellt, dürfte wohl alles andere als ein Zufall sein. Seis drum. Das Xiaomi 18 Fold setzt ebenfalls voll auf das handliche Passformat. Das Modell nutzt ein 5.38-Zoll-Aussendisplay und entfaltet sich zu einem 7.58-Zoll-Innenbildschirm. Angetrieben wird es von Xiaomis neuem Xring-O3-Prozessor, unterstützt von schnellem LPDDR6-Arbeitsspeicher. Das Kamerasystem entstand in Kooperation mit Leica und bietet hervorragende Farbprofile.  Der 200-Megapixel-Hauptkamera (Weitwinkel) stehen eine Ultraweitwinkel- und Telezoom-Kamera mit je 50 Megapixeln zur Seite. Das robuste Drachenknochen-Scharnier sorgt für eine nahezu faltenfreie Oberfläche beim Aufklappen. Xiaomi stattet das Gerät zudem mit einer Ladefunktion (kabelgebunden: 67 Watt, kabellos bis 50 Watt) aus, die den Akku (6000 mAh) in etwa 50 bis 60 Minuten vollständig füllt. Auch die Kühlarchitektur wurde überarbeitet, um selbst beim intensiven Gaming eine gleichbleibend hohe Leistung zu gewährleisten.
Fazit: Wer eine spannende, hochmoderne Alternative im Kompaktsegment sucht, dürfte am Xiaomi 18 Fold seine helle Freude haben.

Xiaomi Fold 18 (256 GB): wechselt umgerechnet etwa für Fr. 1350.- seinen Besitzer

© Xiaomi

Sind die Geräte ihr Geld überhaupt wert?

Die Oberklasse der Falt-Smartphones bleibt konsequent im absoluten Luxussegment angesiedelt. Je nach Speicherausstattung, Markenhersteller und gewähltem Modell liegen die unverbindlichen Preisempfehlungen bei Verkaufsstart typischerweise zwischen Fr. 1600.- und Fr. 2200.-. Einstiegsmodelle im Passformat sind kaum unter Fr. 1500.- zu bekommen, da die Komponenten extrem kostspielig sind. Wertbeständigkeit und Software-Support über viele Jahre hinweg relativieren diesen hohen Anschaffungspreis jedoch teilweise. Es zeigt sich zudem, dass ältere Modellgenerationen nach Erscheinen der Nachfolger oft deutliche Preisabschläge erfahren.

Fazit

Die neuste Generation der Falt-Smartphones hat die Kinderkrankheiten früherer Tage weitgehend abgelegt und gewinnt durch das praxistaugliche Passformat stark an Attraktivität. Das breitere Aussendisplay erlaubt es, viele Alltagsaufgaben schnell zu erledigen, ohne das Gerät aufklappen zu müssen. Technisch setzen Modelle wie das Samsung Galaxy Z Fold8, das laut Spekulationen ultraflache Apple iPhone Ultra, das Pixel 11 Pro Fold, das Xiaomi 18 Fold und das Honor Magic V6 neue Massstäbe bei Displays, Prozessoren und Gehäusedicke. Dennoch bleiben die stolzen Anschaffungskosten ab Fr. 1500.- bis über Fr. 2000.- für Anwender eine hohe Hürde. Auch das leicht erhöhte Gewicht und die prinzipbedingte Empfindlichkeit des biegsamen Innenbildschirms erfordern weiterhin eine gewisse Sorgfalt im Umgang. Auch wenn mit jeder neuen Generation diesbezüglich technische Fortschritte bezüglich Stabilität einhergehen. Nur madigmachen gilt aber keineswegs: Wer bereit ist, für maximale Bildschirmfläche im Taschenformat tief in die Tasche zu greifen, erhält im Gegenzug ein ausgereiftes, vielseitiges Arbeits- und Entertainment-Gerät. Für preisbewusste Anwender bleibt der Aufschlag gegenüber klassischen Smartphones hingegen hoch - zumindest vorerst.

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