Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Fachkräftemangel wird zum Risiko für die IT-Sicherheit

Die neue Studie «Cybersicherheit in Zahlen» von G DATA CyberDefense zeigt, dass KI die Bedrohungslage verschärft, aber zugleich bei der Abwehr unterstützen kann. Ein grosses Problem sind fehlende Sicherheitsexperten.
Symbolbild Cybersecurity
© ChatGPT

Fehlendes Fachpersonal entwickelt sich für Unternehmen zunehmend zu einem IT-Sicherheitsrisiko. 76 Prozent der IT-Security- und Führungsverantwortlichen in Deutschland geben an, dass sich der Personalmangel negativ auf die IT-Sicherheit ihrer Organisation auswirkt. 44 Prozent sprechen sogar von einer starken oder sehr starken Beeinträchtigung.

Das geht aus der sechsten Ausgabe der Studie «Cybersicherheit in Zahlen» hervor, die G DATA CyberDefense gemeinsam mit Brand Eins und Statista erstellt hat. Für die Untersuchung wurden mehr als 5.000 Arbeitnehmer in Deutschland zu Cybersicherheit im beruflichen und privaten Umfeld befragt.

Die Folgen des Fachkräftemangels zeigen sich demnach unter anderem im täglichen Betrieb der IT-Systeme. So fehlt es in Unternehmen an Beschäftigten, um sicherheitsrelevante Updates zeitnah einzuspielen oder Warnmeldungen von Sicherheitslösungen auszuwerten. Damit werde IT-Sicherheit nicht allein zu einer Frage der eingesetzten Technik, sondern auch der personellen Ressourcen und der Qualifikation der Beschäftigten.

KI verändert die Bedrohungslage

Gleichzeitig nimmt der Druck durch Cyberangriffe weiter zu und verschärft die Risiken. 46 Prozent der Befragten betrachten organisierte Cyberkriminelle, die mit gezielten Angriffen Geld verdienen wollen, als grösste Gefahr. Eine zunehmende Rolle spielt dabei künstliche Intelligenz. Sie kann Cyberkriminellen beispielsweise helfen, Angriffe schneller durchzuführen oder Sicherheitslücken effizienter auszunutzen.

Auf der anderen Seite setzen auch Unternehmen KI zur Abwehr von Cyberattacken ein. 44 Prozent der Befragten sehen einen besonderen Nutzen der Technologie bei der frühzeitigen Erkennung von Angriffen. Rund jeder Dritte nennt zudem Vorteile bei der automatisierten Auswertung grosser Datenmengen sowie bei automatisierten Reaktionen auf Sicherheitsvorfälle.

«Künstliche Intelligenz verändert die Bedrohungslage auf beiden Seiten: Cyberkriminelle können Angriffe schneller und effizienter durchführen. Gleichzeitig hilft KI dabei, Attacken früher zu erkennen und schneller darauf zu reagieren», sagt Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand von G DATA CyberDefense.

Der Markt für Security-Services wächst

Die steigende Bedeutung der IT-Sicherheit zeigt sich der Studie zufolge auch an der wirtschaftlichen Entwicklung der Branche. Der weltweite Umsatz mit Security-Services hat sich demnach innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt: von 11,5 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf 25,4 Milliarden Euro 2026.

Für 2030 werden die weltweiten Kosten durch Cyberkriminalität in der Studie auf 16,9 Billionen Euro geschätzt. Zudem erfolgen den dort zusammengetragenen Zahlen zufolge 68 Prozent der Cyberangriffe über E-Mails mit Schadsoftware. Die Aufklärungsquote der in Deutschland erfassten Cybercrime-Fälle lag 2025 bei 31 Prozent.

Die aktuelle Ausgabe von «Cybersicherheit in Zahlen» enthält neben der Befragung mehr als 300 Statistiken zu verschiedenen Aspekten der IT-Sicherheit. Einen zusätzlichen Schwerpunkt bildet die Cybersicherheit in der öffentlichen Verwaltung. 

Studie Fachkräfte Künstliche Intelligenz (KI)
Anzeige

Neueste Beiträge

Prüfung der Infrastruktur und Ressourcen für den Meldebetrieb
Seit dem 1. April 2025 müssen Betreiber kritischer Infrastrukturen Cyberangriffe innerhalb von 24 Stunden an das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) melden. Hierfür nutzt das BACS die Online‑Plattform Cyber Security Hub (CSH), über die meldepflichtigen Vorfälle sowie aktuelle Bedrohungs‑ und Schwachstellendaten ausgetauscht werden können.
2 Minuten
Adobe integriert lizenzierte Musik von UMG und WMG in Premiere Mobile
Adobe erweitert Premiere Mobile um lizenzierte Musik: In Zusammenarbeit mit der Universal Music Group (UMG) und der Warner Music Group (WMG) stellt das Unternehmen Creatorn künftig eine Auswahl an Musikclips bekannter Künstler direkt in der App zur Verfügung.
2 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Cybersicherheit lebt vom Austausch - Global Cyber Conference 2026
Cyberangriffe machen weder an Landesgrenzen noch an Unternehmensmauern halt. Umso wichtiger ist der direkte Austausch zwischen Sicherheitsverantwortlichen, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Global Cyber Conference 2026 in Zürich brachte mehr als 300 Fach- und Führungskräfte zusammen. Im Zentrum standen Cybersecurity, künstliche Intelligenz und Quantentechnologien.
6 Minuten
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
it-sa 2026 verzeichnet deutliches Besucherplus
Die Cybersecurity-Messe it-sa in Nürnberg hat ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Mit über 33'000 Fachbesuchern aus mehr als 70 Ländern stieg die Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent. Erstmals waren mit 1005 Unternehmen mehr als 1000 Aussteller vertreten.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige