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Lesedauer 3 Min.

Wie Samsung doch Teil der IFA bleibt

Nach dem Abschied aus dem CityCube konkretisiert sich die künftige Rolle des Elektronikkonzerns bei der Berliner Messe: Als Hauptsponsor des Creator Hub und mit einem eigenen Event im Humboldt Carré bleibt Samsung Teil des offiziellen IFA-Programms.
Creator Hub der IFA

Der Creator Hub der IFA bietet Content Creators, Streamern und Influencern Raum für Live-Produktionen, Workshops und den Austausch mit Marken. Samsung wird 2026 Hauptsponsor des Formats

© IFA Management

Der bislang offene Umgang zwischen Samsung und der IFA nimmt Konturen an. Obwohl der Elektronikkonzern 2026 auf seinen langjährigen Auftritt im CityCube verzichtet, bleibt er eng mit der Berliner Messe verbunden. Samsung übernimmt das Hauptsponsoring des Creator Hub auf dem Messegelände und richtet parallel eine eigene Veranstaltung im Humboldt Carré aus, die offiziell zum IFA-Programm gehört.

Damit haben beide Seiten eine Konstruktion gefunden, die unterschiedliche Interessen miteinander verbindet: Samsung kann seine Produkte in einem eigenständigen Rahmen präsentieren, während die IFA eine ihrer bislang prägendsten Marken nicht vollständig verliert. Das Engagement im Creator Hub sorgt zudem dafür, dass der Hersteller auch auf dem eigentlichen Messegelände sichtbar bleibt.

Eigenes Event in der Berliner Innenstadt

Ab dem 2. September will Samsung im Humboldt Carré Produktneuheiten präsentieren und den direkten Austausch mit Fachhandel, B2B-Publikum und Medien suchen. Während der IFA-Messetage soll die Veranstaltung mit einem gültigen Fachbesucher-Ausweis zugänglich sein.

Für den Fachhandel bedeutet das allerdings eine Umstellung. Der Besuch bei Samsung lässt sich nicht mehr wie bisher in einen Rundgang durch die Messehallen integrieren, sondern muss separat eingeplant werden. Das Humboldt Carré liegt rund 40 Minuten vom Messegelände entfernt.

Euronics-Vorstandssprecher Benedict Kober hatte die Entscheidung bereits auf der Euronics Summer Convention kritisch kommentiert. Er bezweifelte, dass viele Händler das Messegelände verlassen werden, um Samsung in der Innenstadt zu besuchen und anschliessend zur IFA zurückzukehren. IFA-Chef Leif Lindner bezeichnete die gefundene Lösung seinerzeit als Kompromiss.

Die jetzt veröffentlichten Details zeigen, wie dieser Kompromiss ausgestaltet wird: Das externe Samsung-Event ist offiziell an die IFA angebunden, während das Unternehmen mit dem Creator Hub zugleich einen prominenten Bereich innerhalb der Messe unterstützt.

Samsung setzt auf digitale Reichweite

Im Creator Hub im Palais am Funkturm stehen Influencern, Streamern und Content Creators während der IFA unter anderem Studios für Live-Produktionen, Podcast- und Arbeitsbereiche sowie Räume für Masterclasses zur Verfügung. Samsung will das Format als Hauptsponsor mit einem eigenen Programm und interaktiven Angeboten mitgestalten.

Die Partnerschaft geht damit über ein gewöhnliches Sponsoring hinaus. Während Samsung seinen klassischen Grossauftritt aufgibt, investiert der Konzern in einen Bereich, der Produktneuheiten und Messethemen über Social Media weit über das Messegelände hinaus verbreiten soll. Für die IFA wiederum bietet die Zusammenarbeit die Möglichkeit, Samsung weiterhin sichtbar in ihr Gesamtangebot einzubinden.

«Der Creator Hub ist die Heimat für Content Creator und wir freuen uns sehr, dass Samsung als Hauptsponsor in diesen wichtigen IFA-Bereich investiert», sagt Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH. Gemeinsam mit Samsung verlängere die Messe durch das neue Ausstellungskonzept zudem ihre Präsenz in die Berliner Innenstadt.

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