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Lesedauer 3 Min.

Neuer Intel-Chef kündigt "schmerzhafte Entscheidungen" an

Der neue Chef des kriselnden Chipkonzerns Intel hat wenige Wochen nach dem Start "schmerzhafte Entscheidungen" angekündigt und einen Stellenabbau in Aussicht gestellt. Intel müsse Kosten senken und bürokratische Hürden entfernen, sagte Lip-Bu Tan.
© (Quelle: Walden Kirsch / Intel Corporation)

Dabei müsse man auch Arbeitsplätze streichen, betonte der Konzernchef am Donnerstag (Ortszeit) nach der Vorlage von Quartalszahlen.

Finanzchef David Zinsner sagte zugleich, Intel könne noch keine Zahlen zum Ausmass der Jobkürzungen nennen. Man wolle die Kosten auch auf andere Weise senken. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete kürzlich, Intel könne bald den Abbau von rund einem Fünftel der Arbeitsplätze ankündigen. Die Zahl der Intel-Beschäftigten sank bereits zum Ende vergangenen Jahres auf knapp 109'000 von gut 124'000 Ende September.

Verlorene Spitzenposition

Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel stärker unter Druck im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren.

Der Branchenveteran Lip-Bu Tan wurde Mitte März an die Konzernspitze berufen. Sein Vorgänger Pat Gelsinger hatte versucht, Intel mit neuen Produktions-Techniken erstmals auch als Auftragsfertiger für andere Chipentwickler zu etablieren. Er musste im Dezember seinen Hut nehmen, da er dabei nur mühsam vorankam.

Werk Magdeburg in der Schwebe

Teil des Plans war der milliardenschwere Bau neuer Fabriken, unter anderem im deutschen Magdeburg. Dieses Projekt wurde im September zunächst für voraussichtlich zwei Jahre auf Eis gelegt. Aber auch in den USA wurde die Arbeit an einem riesigen Werk in Ohio ausgesetzt. Lip-Bu Tan sagte nun, Intel wolle zunächst darauf achten, dass bereit vorhandene Kapazitäten effizient genutzt würden, bevor man Geld für einen Ausbau freigebe.

Ausblick enttäuscht

Mit der Umsatzprognose für das laufende Quartal enttäuschte Intel die Anlegerinnen und Anleger. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um gut fünf Prozent. Intel stellte für das zweite Quartal Erlöse zwischen 11,2 und 12,4 Milliarden Dollar in Aussicht. Analystinnen und Analysten hatten im Schnitt mit einer Prognose von rund 12,8 Milliarden Dollar gerechnet.

Aus Sicht der Anlegerinnen und Anleger wog das schwerer als die Ergebnisse des ersten Quartals, in dem Intel die Markterwartungen übertraf. Der Umsatz stagnierte bei 12,7 Milliarden Dollar, während Analystinnen und Analysten im Schnitt mit einem Rückgang auf 12,3 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Unterm Strich war der Verlust mit 800 Millionen Dollar doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Beim bereinigten Ergebnis pro Aktie übertraf Intel mit 0,13 Dollar aber klar die Analysten-Prognosen von nur 0,01 Dollar.

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