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Mobilfunk stärkt Telekom-Geschäft in Deutschland

Das Deutschlandgeschäft der Deutschen Telekom legt beim Umsatz und Ergebnis weiter zu. Besonders Mobilfunk und MagentaTV liefern neue Kunden. Die Zahl der Breitbandanschlüsse geht im zweiten Quartal dagegen leicht zurück.
Deutsche Telekom Zentrale

Die Deutsche Telekom wächst im Deutschlandgeschäft weiter. Besonders im Mobilfunk gewann der Konzern zusätzliche Vertragskunden, während die Zahl der Breitbandanschlüsse leicht zurückging

© Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat ihr Deutschlandgeschäft im zweiten Quartal 2026 weiter ausgebaut. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent auf rund 6,51 Milliarden Euro. Organisch, also ohne Effekte aus Wechselkursen und Veränderungen des Konsolidierungskreises, betrug das Plus 3,7 Prozent. Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich um 2,6 Prozent auf 2,67 Milliarden Euro. Organisch lag das Wachstum bei 2,7 Prozent. Neben höheren Service-Umsätzen trugen auch steigende Endgeräteerlöse und das Geschäft rund um die Fussball-Weltmeisterschaft zur Entwicklung bei.

Mobilfunk gewinnt Vertragskunden

Im Mobilfunk verzeichnete die Telekom erneut einen Zuwachs. Die Zahl der Vertragskunden stieg gegenüber Ende März um 224.000 auf 28,15 Millionen. Seit Jahresbeginn kamen damit 408.000 Vertragskunden hinzu. Gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhte sich der Bestand um gut 1,1 Millionen beziehungsweise 4,1 Prozent. Auch die Service-Umsätze im deutschen Mobilfunkgeschäft entwickelten sich positiv. Die Telekom führt das Wachstum unter anderem auf die gestiegene Zahl der Vertragskunden bei den Marken Telekom und Congstar sowie die Nachfrage nach Datentarifen zurück.

Insgesamt weist der Konzern für Deutschland 76,73 Millionen Mobilfunkkunden aus. Darin enthalten sind auch Prepaid- und M2M-Karten. Der deutliche Zuwachs in diesem Bereich resultierte nach Angaben der Telekom vor allem aus zusätzlichen M2M-Karten aus der Automobilbranche.

Breitbandbestand geht leicht zurück

Im Festnetz zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Zahl der Breitbandanschlüsse im Endkundengeschäft sank im zweiten Quartal um 20.000 auf 15,08 Millionen. Gegenüber Ende 2025 beträgt der Rückgang 24.000 Anschlüsse. Zugleich meldet die Telekom 161.000 zusätzliche Nutzer eines reinen Glasfaseranschlusses. Insgesamt können inzwischen 13,6 Millionen Haushalte und Unternehmen einen Glasfasertarif der Telekom buchen. Die Nutzungsquote liegt nach Unternehmensangaben bei 17,5 Prozent.

Die im Zwischenbericht ausgewiesene Zahl der glasfaserbasierten Anschlüsse ist weiter gefasst. Sie umfasst neben FTTH auch andere FTTx-Technologien wie VDSL und Vectoring. Im Retailgeschäft stieg dieser Bestand im zweiten Quartal um 20.000 auf 13,43 Millionen Anschlüsse.

Fussball bringt MagentaTV neue Nutzer

Stark entwickelte sich nach Angaben der Telekom das TV-Geschäft. Rund eine Million neue Kunden hätten sich im Umfeld der Fussball-Weltmeisterschaft für MagentaTV entschieden. Der überwiegende Teil nutze dabei einen flexibel buchbaren Tarif.

Der regulär ausgewiesene Bestand der TV-Kunden erhöhte sich im zweiten Quartal um 25.000 auf 4,8 Millionen. Die deutlich höhere Zahl der genannten Neukunden dürfte daher zu einem grossen Teil auf kurzfristig oder flexibel buchbare Angebote entfallen.

Im gesamten ersten Halbjahr stieg der Umsatz des deutschen Privatkundengeschäfts um 4,6 Prozent auf 6,66 Milliarden Euro. Das Geschäft mit Unternehmenskunden blieb mit rund 4,27 Milliarden Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau. Der Wholesale-Umsatz sank um 1,7 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro.

Konzern hebt Cashflow-Prognose an

Konzernweit steigerte die Deutsche Telekom ihren Umsatz im zweiten Quartal um 4,4 Prozent auf 29,93 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte um 7,5 Prozent auf 11,82 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um 11,1 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro. «Unsere Geschäfte laufen weiter rund», sagte Telekom-Chef Tim Höttges. «Auch im ersten Halbjahr 2026 liefern alle Bereiche des Konzerns beeindruckendes Wachstum ab.»

Für das Gesamtjahr hob der Konzern seine Prognose für den Free Cashflow AL leicht an. Statt mehr als 19,8 Milliarden Euro erwartet die Telekom nun rund 20 Milliarden Euro. Die Prognosen für das bereinigte EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro und das bereinigte Ergebnis je Aktie von rund 2,20 Euro bleiben unverändert.

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