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Downtimes kosten deutsche Firmen pro Jahr 295 Millionen Dollar

Cisco und das Tochterunternehmen Splunk haben eine neue Studie zu den wirtschaftlichen Folgen ungeplanter IT-Ausfälle veröffentlicht. Demnach belaufen sich die jährlichen Kosten ungeplanter Downtime bei deutschen Unternehmen im Durchschnitt auf 295 Millionen US-Dollar.
© Splunk

Weltweit summieren sich die Verluste der Global-2000-Unternehmen laut Studie inzwischen auf rund 600 Milliarden US-Dollar pro Jahr – ein Plus von 50 Prozent gegenüber 2024.

Die gemeinsam mit Oxford Economics durchgeführte Untersuchung beschreibt Ausfallzeiten zunehmend als strategisches Geschäftsrisiko. Allein die direkten Umsatzverluste deutscher Unternehmen beziffert Splunk auf durchschnittlich 89 Millionen US-Dollar pro Jahr. Weltweit sollen die Kosten ungeplanter Downtime mittlerweile bei rund 15'000 US-Dollar pro Minute liegen. Hinzu kämen Folgen für Markenimage, Kundenbindung und Börsenwert. Laut Studie verlieren Unternehmen nach einem grösseren Ausfall im Schnitt 3,4 Prozent ihres Marktwerts.

Besonders kritisch sehen die befragten Technologieverantwortlichen die Folgen von Sicherheitsvorfällen. 71 Prozent der weltweit Befragten stufen die Offenlegung einer Datenpanne inzwischen als «sehr disruptiv» oder «untragbar disruptiv» ein. Gleichzeitig berichten viele Unternehmen von steigenden Kosten durch Ransomware, regulatorische Strafen und erhöhten Personalaufwand bei der Fehlerbehebung.

«Ausfallzeiten wird es immer geben. Doch längere Unterbrechungen sind vermeidbar», betont Kamal Hathi, Senior Vice President und General Manager beim Cisco-Unternehmen Splunk. «Die resilienten Unternehmen sind nicht diejenigen mit den meisten Tools oder den ehrgeizigsten KI-Plänen. Es sind diejenigen, die ihre Technologie auf die geschäftlichen Ergebnisse ausrichten, ihren Beschäftigten den richtigen Kontext liefern und Systeme entwickeln, die unter Druck belastbar bleiben, ohne zu versagen.»

Die Studie verweist zudem auf Probleme bei der Ursachenanalyse komplexer IT-Störungen. Nur 38 Prozent der weltweit befragten Technologieverantwortlichen geben an, die Ursache eines Ausfalls immer identifizieren zu können. Erschwert werde dies insbesondere durch hybride IT-Landschaften sowie Abhängigkeiten von SaaS- und Drittanbieter-Plattformen.

Als zentrale Gegenmassnahmen nennen die Autoren Investitionen in Observability, Automatisierung und KI-gestützte Analysewerkzeuge. Laut Studie investieren Unternehmen inzwischen durchschnittlich 24,5 Millionen US-Dollar pro Jahr in KI-Systeme zur Vermeidung und Behebung von Ausfällen. Besonders resilient zeigen sich laut Splunk Unternehmen, die KI bereits aktiv für Incident-Triage und Ursachenanalyse einsetzen.
 

ICT-Branche Studie
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