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Lesedauer 2 Min.

Deutlich mehr Fälle bei der Schlichtungsstelle Telekommunikation

Die Schlichtungsstelle Telekommunikation der Stiftung ombudscom verzeichnete 2025 einen markanten Anstieg der Beanstandungen: Insgesamt gingen 2'801 Anfragen und Schlichtungsbegehren ein - rund 80 Prozent mehr als im Vorjahr.
© ombudscom

Von den 1'650 mittels Schlichtungsformular eingereichten Begehren führte die Schlichtungsstelle 1'000 formelle Verfahren mit Anbieterinnen von Fernmelde- oder Mehrwertdiensten. In 829 Schlichtungsverfahren konnte eine Einigung erzielt werden.

Hauptauslöser für die Schlichtungsbegehren waren Probleme bei Rechnungsstellung, Anschlusssperrungen, Vertragskündigungen sowie unverlangten Dienstleistungen wie auch zunehmend Unklarheiten bei mündlich oder telefonisch abgeschlossenen Verträgen.

Die Schlichtungsstelle Telekommunikation vermittelt im Auftrag des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) bei zivilrechtlichen Streitigkeiten, die auf Fernmeldediensten oder Mehrwertdiensten basieren.

Die von Kundinnen und Kunden bestrittenen Dienstleistungen müssen von einem Fernmeldedienstanbieter in Rechnung gestellt worden sein. Ein Schlichtungsverfahren kann durchgeführt werden, wenn die Kundinnen und Kunden den vergeblichen Einigungsversuch mit dem betroffenen Fernmelde- oder Mehrwertdienstanbieter glaubhaft darlegen können.

Der Jahresbericht 2025 kann über https://de.ombudscom.ch/berichte-und-statistiken/jahresbericht-2025 heruntergeladen werden.

Der Bericht enthält neben statistischen Daten auch zahlreiche Fallbeispiele aus der Praxis der Schlichtungsstelle.

Die im Jahresbericht enthaltene Statistik führt die Anbieter in alphabetischer Reihenfolge mit der Anzahl behandelter Anfragen (Anfragen), der eingereichten Schlichtungsbegehren (Fälle) und der mit den Anbietern durchgeführten Schlichtungsverfahren (Verfahren) im Berichtsjahr auf. Qualitative Aussagen lassen sich von dieser Statistik kaum ableiten, da die Zahlen keinen Bezug zur Anzahl Kundenverträge der einzelnen Anbieter aufweisen. Statistische Informationen insbesondere zu den Marktanteilen der einzelnen Anbieter von Fernmelde- und Mehrwertdiensten sind in der Sammlung statistischer Daten des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) abrufbar.

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