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Apple-Geschäft wächst trotz Rückgangs beim iPhone

Im Weihnachtsquartal macht Apple traditionell das grösste Geschäft. Die neuen iPhones sorgten diesmal nicht für Zuwächse - doch das Interesse an Künstlicher Intelligenz (KI) stimmte den Konzern zuversichtlich.
© (Quelle: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Die neuen KI-Funktionen kurbelten Apple zufolge die iPhone-Verkäufe an. In den Ländern, in denen «Apple Intelligence» bereits verfügbar sei, habe sich das neue iPhone 16 besser verkauft, sagte Konzernchef Tim Cook nach Vorlage frischer Quartalszahlen. Zugleich habe es einen Rekord bei der Zahl der Nutzerinnen und Nutzer gegeben, die ihre bisherigen iPhones durch neue ersetzten.

Apple schloss das traditionell lukrative Weihnachtsquartal mit einem Rückgang im iPhone-Geschäft ab. Doch Zuwächse bei Mac-Computern, iPads und im Dienstleistungsgeschäft sorgten dafür, dass der Konzernumsatz auf ein Rekordhoch stieg. Die Apple-Kundschaft haben nun 2,35 Milliarden verschiedene Geräte des Konzerns im Einsatz.

Börse reagiert positiv

Cooks Äusserungen zum Effekt von «Apple Intelligence» stimmten auch die Börse zuversichtlicher. Die Apple-Aktie drehte im nachbörslichen US-Handel aus dem Minus zu einem Plus von rund drei Prozent. Apple hatte die KI-Funktionen bisher nur in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika und Grossbritannien gestartet. Weitere Länder  sollen im April folgen.

Zu den Funktionen von «Apple Intelligence» gehört unter anderem, dass die Software Zusammenfassungen von E-Mails oder Kurznachrichten erstellt und Texte verbessert. Nutzerinnen und Nutzer können auch eigene Emoji mit Textvorgaben generieren und störende Objekte in Fotos entfernen. Google als Entwickler des rivalisierenden Smartphone-Systems Android und Hersteller wie Samsung bieten auch immer mehr KI-Funktionen in ihren Geräten an.

Macs und iPads stark

Das iPhone bleibt zwar das mit Abstand wichtigste Produkt. Aber das vergangene Quartal demonstrierte, wie der Konzern von einem breiten Angebot mit verschiedenen Gerätekategorien profitiert.

Die iPhone-Umsätze sanken von 69,7 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf nun 69,14 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit rund 71 Milliarden Dollar gerechnet.

Das Mac-Geschäft lief dagegen deutlich besser als von der Wall Street erwartet. Der Umsatz stieg von 7,8 auf 8,99 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich knapp acht Milliarden Dollar erwartet. Auch beim iPad gab es einen deutlichen Zuwachs von sieben auf gut acht Milliarden Dollar. Das Dienstleistungsgeschäft mit Erlösen unter anderem aus dem App-Store und Apples Abo-Angeboten wuchs von 23,1 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 26,34 Milliarden Dollar.

Insgesamt legte der Konzernumsatz um vier Prozent auf den Rekordwert von 124,3 Milliarden Dollar zu. Unterm Strich steigerte Apple den Quartalsgewinn um sieben Prozent auf 36,3 Milliarden US-Dollar.

Fragen rund um China-Geschäft

Ein Auslöser für das anfängliche Minus beim Aktienkurs könnte neben dem iPhone-Rückgang auch die Abschwächung des Geschäfts in der Region China gewesen sein. Der Umsatz dort sank um elf Prozent auf 18,5 Milliarden Dollar und verfehlte die Erwartungen der Analysten.

Apple trifft in dem riesigen Markt auf mehr Konkurrenz chinesischer Smartphone-Anbieter. Cook sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten allerdings auch, dass Apple sich Rückenwind von Konjunkturmassnahmen in China erhofft.

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