Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Apple 1 kostete vor 40 Jahren 666 Dollar - heute über 900 000

In einer Versteigerung ging der erste Computer aus dem Haus Apple, der Apple-1, für über 900 000 Franken weg. Dabei war es sein Nachfolger, der Apple den Erfolg brachte.
© Quelle: Computerworld.ch

Seit er ein kleines Kind war, wollte Steve Wozniak einen eigenen Computer besitzen. Weil die einzelnen Komponenten früher für Privatpersonen aber unerschwinglich waren, musste sich der im Jahr 1950 geborene vorerst damit begnügen, für Hewlett-Packard zu arbeiten und existierende Minicomputer auf dem Zeichenbrett zu optimieren. Mit der Zeit aber fielen die Preise und Mitte der 70er-Jahre war Wozniak in der Lage, sich aufgrund seiner selbst beigebrachten Design-Erfahrungen einen Computer zu bauen. Es handelte sich um einen Einplatincomputer, der mit einer Videoschnittstelle, 4 KByte dynamischem RAM, einer Tastatur und dem Mikroprozessor 6502 von Rockwell International ausgestattet war. Stolz präsentierte er seine Erfindung in seinem Computerclub, stellte dort alle paar Wochen die neusten Zusatzfunktionen vor. Seine Zuschauer waren begeistert und wollten auch einen besitzen, waren aber nicht in der Lage, einen zu bauen. Das Glück von Wozniak war, dass einer seiner Freunde Steve Jobs war, der das Potenzial von Wozniacs Maschine erkannte. Jobs schlug Wozniak im Jahr 1976 vor, mehrere dieser Geräte zu bauen und diese dann zu verkaufen. Warum sie dafür gegründete Firma Apple tauften, erklrte Steve Jobs einmal so: «Ich war damals ein 'Frutarier', ass also nur Früchte. Und wir waren damals mit der Anmeldung unseres Unternehmensnamens drei Monate im Verzug, und so drohte ich, das Unternehmen ?Apple Computer? zu nennen, falls bis fünf Uhr niemandem ein interessanterer Name einfällt. Ich hoffte, so die Kreativität anzuheizen. Aber der Name blieb.»

© Quelle: Computerworld.ch

Der Name von Wozniaks-Computer war damit gegeben, Apple-1. Nachdem zuerst kein Interessent gefunden wurde, konnte Steve Jobs einen lokalen Computerhändler überzeugen, rund 100 Geräte für 500 Dollar pro Stück zu bestellen. Die Bedingung des Käufers war, dass die Geräte voll aufgebaut geliefert werden. Um genug Kapital für den Bau der Maschinen zu haben, verkaufte Wozniak seinen Taschenrechner, Jobs seinen VW-Bus und die Arbeit konnte losgehen. Arbeitsplatz war die Garage von Steve Jobs.

Aus 666,66 mach 905 000

Effektiv ging der Apple-1 dann auf Vorschlag von Wozniak für 666,66 Dollar über den Ladentisch, weil er laut eigener Aussage ein Fan von sich wiederholenden Nummern war und darum einen Drittel auf den Grosshandelspreis draufschlug. Rund 200 Apple-1 wurden über die Dauer von zehn Monaten gebaut, davon wurden alle ausser 25 Stück verkauft. Während das erste Geld reinfloss, entwickelte Wozniak den Apple-2, der dem Vorgängermodell deutlich überlegen war. Der Apple-2 entwickelte sich zum Welterfolg und legte die finanzielle Grundlage für Apples fulminanten Aufstieg. Die Produktion des Apple-1 aber wurde eingestellt. Weil die Maschine mit dem Nachfolger nicht kompatibel war und Steve Wozniak der einzige war, der Supportanfragen zum Apple-1 beantworten konnte, wurde den Besitzern dieser Geräte offeriert, sie zu Sonderkonditionen gegen den Apple-2 einzutauschen. Die zurückerhaltenen Maschinen wurden darauf von Wozniak und Jobs zerstört. Dies führt dazu, dass es aktuell nur noch rund 60 Apple-1- Computer gibt, von denen nur sechs Stck einsatzfhig sind. Und eines davon wechselte heute für den Rekordpreis von 905 000 Dollar an einer Versteigerung den Besitzer. Das Geld kam vom Henry Ford Museum, wie das Auktionshaus Bonhams mitteilt. Der bisherige Verkaufsrekord für einen Apple-1 lag bei 516 461 Euro (Mai 2013). Diejenigen, die 1976/77 ihre Apple-1 zurückgaben, dürften sich nerven.

iOS Jobs Digitalisierung Fintech Forschung Hardware KMU Kryptowährung Machine Learning
Anzeige

Neueste Beiträge

United Airlines präsentiert Starlink Tracker
United Airlines baut die Verfügbarkeit von Starlink-WLAN innerhalb der Flotte aus, sodass bereits auf fast jedem zweiten Flug dieses Angebot genutzt werden kann. Auf welchen soll ein Tracker zeigen.
2 Minuten
24. Okt 2026
Sunrise schliesst Konsultationsverfahren ab
Anstatt des ursprünglich erwogenen Abbaus von bis zu 450 Stellen meldet Sunrise, dass dank des Konsultationsverfahrens nun 358 betriebsbedingte Kündigungen vorgenommen werden.
2 Minuten
25. Okt 2026
Green plant neuen Datacenter-Campus in Birr - Neues Rechenzentrum
Green hat in Birr rund 250’000 Quadratmeter Land von ABB gekauft. Geplant sind ein Datacenter-Campus sowie Flächen für Industrie und Gewerbe. Der kommunale Planungsbericht sah Rechenzentren bereits 2023 als mögliche Nutzung vor.
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«Echtzeit wird zum entscheidenden Faktor» - Digital Insights
Im Gespräch mit Computerworld erläutert Alexander Finger, weshalb moderne Datenarchitekturen heute stärker auf Echtzeitfähigkeit, Datenverantwortung und Transparenz ausgerichtet sein müssen, damit KI im Unternehmen tatsächlich produktiv eingesetzt werden kann.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige