Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI bringt sich selbstständig neues Wissen bei

Ein wenig angeleitet, kann sich Künstlichen Intelligenz (KI) selbst neues Wissen aneignen. Das haben Ingenieure der USC Viterbi School of Engineering herausgefunden.
© Gemini

Allgemein bekannt war bisher nur, dass KI nur so gut sein kann wie die Infos, mit denen sie zuvor trainiert worden ist. Doch Nachswuchsforscherin Minda Li hat festgestellt, dass ein KI-Modell seine Leistung in Bereichen, in denen es kaum trainiert wurde, dramatisch verbessern kann und dabei weit über das hinausgeht, was die Trainingsdaten allein je zulassen würden.

KI lernt aus dem Feedback

Das gelingt mit einer speziellen Methode, die Li gemeinsam mit Bhaskar Krishnamachari entwickelt hat. Sie basiert im Wesentlichen darauf, dass Fehler korrigiert werden, die die KI macht. Das "merkt" sich diese für später auftauchenden ähnliche Fälle, die das Modell dann löst, ohne speziell darauf trainiert worden zu sein. Das Verfahren stellen die Forscher auf der Plattform "arxiv" vor, die die Cornell University betreibt.

Die Wissenschaftler haben die Fähigkeit von GPT-5 getestet, Codes in der Programmiersprache Idris zu schreiben, die im Web weniger präsent ist als etwa Mainstream-Sprachen wie Python. Entsprechend wenig wusste die KI über die Anwendung dieser Sprache. Die Ergebnisse beeindrucken: Nachdem die Forscher der KI Feedback zu ihren Fehlern gegeben hatten und sie es erneut versuchen liess, steigerte Li die Erfolgsquote des Modells beim Schreiben von Codes von 39 auf 96 Prozent.

Nischen-Code im Mittelpunkt

Python, die weltweit beliebteste Programmiersprache, verfügt im Internet über mehr als 24 Mio. Anwendungen - eine riesige Bibliothek, aus der KI-Modelle wie GPT-5 während des Trainings lernen. Idris, die Sprache, die Li und Krishnamachari für ihren Test ausgewählt haben, verfügt über etwa 2000, rund 10'000 Mal weniger. Die Forscher haben sich ganz bewusst für Idris entschieden, weil eine KI davon wenig wissen konnte.

"Wir waren auf der Suche nach einer Sprache, die so obskur war, dass wir noch nie davon gehört hatten. Wir sassen zusammen in meinem Büro, googelten herum und versuchten eine verrückte Sprache zu finden, von der noch niemand etwas gehört hatte", unterstreicht Krishnamachari. Sie fanden Idris, die von wenigen Spezialisten verwendet wird und somit perfekt war für den Test. (pressetext.com)

Anzeige

Neueste Beiträge

Vier neue Mitglieder ins Präsidium des VATM gewählt
Badiaa Bazarbacha, Carsten Lagemann, Reinhard Sauer und Peter Zils wurden neu in das Präsidium des VATM gewählt. Mit ihnen soll die Expertise in der Mobilfunkinfrastruktur, dem Glasfaserausbau, dem Netzbetrieb und derGeschäftskundenmarkt gestärkt werden
4 Minuten
9. Mai 2026
Stromverbrauch und Effizienzpotenziale von Rechenzentren in der Schweiz
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Bis 2030 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs der inländischen Rechenzentren auf 2,5 bis 3,2 TWh erwartet. 
3 Minuten
ggs netz übernimmt sämtliche Kommunikationsnetze der GIB-Solutions
Die ggs netz ag übernahm per 1. Mai 2026 sämtliche Kommunikations-netze der GIB-Solutions AG. Mit der Transaktion kommen rund 10’000 Digitalanschlüsse hinzu. Die übernommenen Netze werden künftig über die neu gegründete Tochtergesell-schaft ggs plus ag betrieben.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

AI Tour Zürich: Microsoft zeigt Flagge für KI
An der AI Tour in Zürich zeigt Microsoft: Künstliche Intelligenz entwickelt sich in der Schweiz vom Experiment zur produktiven Nutzung – mit wachsender Bedeutung für Prozesse, Entscheidungen und Strategien.
3 Minuten
«Swiss IT-Studie» - KI im Business - Computerworld Ausgabe 1/2026
Am Thema KI kommt niemand mehr vorbei. Das sehen auch die befragten Schweizer Unternehmen. Wo und wie man diese einsetzen könnte und welchen Nutzen damit verbunden ist, da scheiden sich die Geister. Die Schweiz im KI-Dilemma?
2 Minuten
Jeder Dritte nutzt mindestens einmal pro Woche KI
Eine Bitkom-Umfrage zur Wahrnehmung der Künstlichen Intelligenz durch die Deutschen zeigt zwar eine steigende Nutzung der Techologie, aber auch Skepsis und Ablehnung in Teilen der Bevölkerung.
6 Minuten
29. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige