Samsung Galaxy S9 und S9+ im Test

Hardware-Vergleich

Etwas weniger warm bei VR

Bei der Power des S9 hat Samsung nachgerüstet und die Strukturbreite des System-on-a-Chip (SoC) erstmals auf 10 Nanometer reduziert. Abgesehen von der Kamera, die nun auf beiden Geräten eine Super-Slow-Motion-Funktion und einen schnellen Zeitraffer mit 960 Bildern pro Minute mitbringt, merkt man das nur ein wenig bei VR-Anwendungen mit der GearVR-Brille oder bei der Akkuleistung: Die beiden Smartphones erhitzen sich in der mobilen virtuellen Realität etwas weniger schnell, übrigens auch bei Googles VR-Plattform Daydream, die wieder von beiden Telefonen unterstützt wird.
Bei VR-Leistung werden die S9er diesmal etwas weniger warm
(Quelle: sgr / nmgz)

Nur geringe Verbesserungen bei der Akkuleistung

Beim Akku gibt es kleine Verbesserungen in der Standby-Laufzeit und beim täglichen Verbrauch. Die beiden Testgeräte hielten diesmal mit 30 bis 40 Prozent Reserve problemlos einen guten Tag durch, wenn man es nicht übertreibt mit Dingen wie AR Emojis und Samsungs GearVR-Headset. Die Batteriekapazitäten hat Samsung aber nicht vergrössert (im S9 und S9+ hausen weiterhin eine 3000-mAh- bzw. eine 3500-mAh-Batterie). Darum reicht der Schnauf nach wie vor nicht für zwei Tage. Zum Vergleich: Ein Huawei Mate 10 Pro hält mit seinem 4000-mAh-Akku bis heute locker zwei Tage durch.
Tipp für VR-Fans: Wenn Sie Google Daydream auf Samsungs GearVR-Brille verwenden möchten, benötigen Sie trotzdem zwingend einen Daydream Controller und eine App, um den aufpoppenden Oculus Store zu überspringen. Einen Tipp dazu gebe ich in diesem Blog-Beitrag.
Von links nach rechts: das Galaxy S8, das Galaxy S9, das Galaxy S9+
(Quelle: Screenshot / PCtipp)
Die Rohleistung des stärkeren Prozessors (Exynos 9810) fällt vor allem in den Benchmarks auf. Während es das Galaxy S8 im GeekBench 4 bei der Multicore-Messung noch auf 6739 Punkte brachte, kann das S9 gleich mit 8878 bis 8909 Punkten aufwarten und übertrumpft dabei sogar das Mate 10 Pro (6783 Punkte). In der Single-Core-Leistung ist das S9 beinahe doppelt so schnell (3737 gegenüber 1984 Punkte). Die Plus-Modelle erhalten überdies 2 GB mehr RAM (6 GB statt 4 GB), aber wohl nur zur Bildverarbeitung der Doppelkamera. Leistungsunterschiede zwischen dem S9 und dem S9+ bestehen wie zu früheren Generationen keine.


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