Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Schweizer Forscher entwickeln neuen Quantensimulator

Schweizer Forschende haben im Labor von Google einen neuartigen Quantensimulator mitgebaut. Der digital-analoge Simulator könne physikalische Prozesse wie etwa die Verteilung von kalter Milch in heissem Kaffee mit ungeahnter Präzision untersuchen.
Die beiden PSI-Physiker Andreas Läuchli (links) und Andreas Elben waren an der Entwicklung eines neuartigen digital-analogen Quantensimulators beteiligt
© (Quelle: Paul Scherrer Institut PSI/Mahir Dzambegovic)

Selbst die schnellsten Supercomputer könnten so etwas nicht präzise berechnen, hiess es vom PSI. Denn die zugrunde liegenden quantenphysikalischen Prozesse seien extrem komplex.

Das internationale Forschungsteam, dem Forschende vom PSI und von der Universität Genf angehörten, stellte seinen neuen Quanten-Simulator am Mittwoch im Fachblatt «Nature» vor.

Das Besondere am neu entwickelten Simulator liegt laut dem PSI in seiner hybriden Bauweise. Der Quantensimulator kombiniert digitale und analoge Methoden. Der digitale Modus wird dabei insbesondere für die Kontrolle genutzt, und der analoge Modus, um die Dynamik von physikalischen Prozessen nachzubilden.

Durch diese Kombination aus digitaler Kontrolle und analoger Dynamik gelinge es dem Simulator, komplexe Prozesse nachzubilden, die selbst die besten klassischen Supercomputer nicht berechnen könnten.

Die Verteilung von kalter Milch in heissem Kaffee sei dabei nur eine von vielen Fragestellungen, die der neue Quantensimulator beantworten könne, so das PSI. Neben der sogenannten Thermalisierung, der Herstellung eines thermodynamischen Gleichgewichts, könnte er auch Fragen in der Quantenphysik, der Materialwissenschaft und möglicherweise sogar in der Astrophysik beantworten.

https://www.psi.ch/de/news/medienmitteilungen/einzigartiger-quantensimulator-offnet-tur-zu-neuer-forschung

Wissenschaft Forschung Google
Anzeige

Neueste Beiträge

Telekom-Technikchef verlässt Konzern überraschend
Der für Technik und Produkte zuständige Vorstand Abdu Mudesir verlässt die Deutsche Telekom nach nur wenigen Monaten im Amt. Eine Nachfolge ist bislang nicht geregelt.
2 Minuten
25. Mär 2026
Schweizer Glasfaserabdeckung verbessert sich im europäischen Vergleich stark
Die neuesten Zahlen des FTTH Council Europe zeigen, dass die Schweiz beim Glasfaserausbau im 2025 weiter Fortschritte machte, im europäischen Vergleich holt man zum Durchschnitt auf. 
3 Minuten
25. Mär 2026
Digitale Kriminalität bleibt auf ähnlichem Niveau wie 2024
Insgesamt sind 554'963 Straftaten gemäss Strafgesetzbuch (StGB) im Jahr 2025 verzeichnet worden. 57'761 Straftaten wurden mit einem digitalen Tatvorgehen erfasst.
3 Minuten
25. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Honor zeigt Smartphone mit Roboterarm
Auf dem Mobile World Congress zeigt Honor das Robot Phone. Es hat als Premiere eine Kamera auf einem ausfahrbaren Roboterarm, der wie ein Gimbal funktionieren sol.
2 Minuten
4. Mär 2026
Telekom setzt auf Starlink gegen weisse Flecken
Mit satellitengestützter Direktverbindung will die Deutsche Telekom Funklöcher in Europa schliessen. Gemeinsam mit Starlink soll der Dienst ab 2028 in mehreren Ländern starten.
2 Minuten
3. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige