Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Digitale Kriminalität bleibt auf ähnlichem Niveau wie 2024

Insgesamt sind 554'963 Straftaten gemäss Strafgesetzbuch (StGB) im Jahr 2025 verzeichnet worden. 57'761 Straftaten wurden mit einem digitalen Tatvorgehen erfasst.
© Gemini

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Straftaten um 1,5% gesunken, was insbesondere auf den Rückgang der Vermögensstraftaten um 3,5% zurückzuführen ist. Wie bereits in den vergangenen Jahren ist die Zahl der schweren Gewaltstraftaten angestiegen (+8,1%). Von den 55 vollendeten Tötungsdelikten geschahen 61,8% im häuslichen Bereich. Dies sind einige Ergebnisse der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Digitale Kriminalität bleibt auf ähnlichem Niveau wie 2024

Für das Jahr 2025 wurden 57'761 Straftaten mit einem digitalen Tatvorgehen erfasst. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 2 Prozent. Mit 54'247 Straftaten machte die Cyber-Wirtschaftskriminalität den grössten Anteil aus.

Im Bereich Cyber-Wirtschaftskriminalität wurden insgesamt 36'572 geschädigte Personen registriert. Den grössten Anteil (81,2%) innerhalb dieses Bereichs machten geschädigte Personen von Online-Betrugsstraftaten aus. Differenziert nach Geschlecht zeigt sich, dass männliche Personen häufiger von Online-Anlagebetrug (65,2%), nicht gelieferten Waren auf Kleinanzeigenplattformen (60,2%) sowie Vorschussbetrug (57,0%) betroffen waren, während mehr weibliche Personen als Geschädigte von falschen Unterstützungsanfragen (60,8%) und Romance Scam (54,8%) erfasst wurden. Mit Ausnahme der nicht gelieferten Waren auf Kleinanzeigenplattformen war bei den genannten Betrugsformen die Altersgruppe der über 60-Jährigen am stärksten betroffen.

Zu einer weiteren digitalen Deliktsform zählt das Erpressen von Geld mit Bild- und Videomaterial, sogenanntes Sextortion. Im Jahr 2025 waren neun von zehn geschädigten Personen männlich. Fast ein Drittel aller geschädigten Personen von Sextortion waren minderjährig (31,5 %).

Auch 2025 über 90'000 beschuldigte Personen registriert

Insgesamt wurden 92'147 Personen wegen einer Straftat gegen das StGB polizeilich registriert. Schweizer Staatsangehörige machen 42,1% (Total 38'821 Personen), ausländische Staatsangehörige der ständigen Wohnbevölkerung 32,3% (Total 29'725 Personen), die Asylbevölkerung 5,8% (Total 5386 Personen) sowie die übrigen Ausländerinnen und Ausländer 19,8% (Total 18'215 Personen) der beschuldigten Personen aus. Während bei den Schweizer Staatsangehörigen die Zahl der beschuldigten Personen auf ähnlichem Niveau (–0,3%) geblieben ist, wurden bei der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung 2,9% und bei den übrigen Ausländerinnen und Ausländern 1,3% mehr beschuldigte Personen als im Vorjahr verzeichnet. Die Zahl der beschuldigten Personen aus der Asylbevölkerung ist um 12,4% gesunken.

Politik Gesellschaft
Anzeige

Neueste Beiträge

ggs netz übernimmt sämtliche Kommunikationsnetze der GIB-Solutions
Die ggs netz ag übernahm per 1. Mai 2026 sämtliche Kommunikations-netze der GIB-Solutions AG. Mit der Transaktion kommen rund 10’000 Digitalanschlüsse hinzu. Die übernommenen Netze werden künftig über die neu gegründete Tochtergesell-schaft ggs plus ag betrieben.
3 Minuten
Honor: Neue Oberklasse mit zwei Modellen der 600-Serie
Die neuen Honor-Smartphones 600 und 600 Pro sollen in der Oberklasse mit schnellen Snapdragon-Prozessoren und umfangreichen KI-Funktionen der Kameras punkten.
3 Minuten
7. Mai 2026
Stromverbrauch und Effizienzpotenziale von Rechenzentren in der Schweiz
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Bis 2030 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs der inländischen Rechenzentren auf 2,5 bis 3,2 TWh erwartet. 
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Start der nationalen Sensibilisierungskampagne für Cybersicherheit 2026
Phishing- und Betrugsversuche sind weit verbreitet und werden oft erkannt, sodass angemessene Cybersicherheitsmassnahmen ergriffen werden. Dennoch bestehen Unsicherheiten, da KI-gestützte Nachrichten zunehmend personalisiert sind und dadurch noch authentischer wirken. 
3 Minuten
13. Apr 2026
Phishing im Zusammenhang mit Verkäufen auf Ricardo.ch
Cyberkriminelle nutzen gezielt Verkaufsinserate auf Ricardo.ch, um Inserierende mit einer Kombination aus echten und gefälschten Nachrichten zu täuschen. Dabei versuchen sie, an die TWINT-Nummer und den TWINT-PIN der Betroffenen zu gelangen, um missbräuchliche Zahlungen vorzunehmen.
3 Minuten
30. Mär 2026
Datendiebstahl bei einer Mietbewerbung über gefälschtes Online-Formular
Ein ansprechendes Wohnungsinserat auf einer echten Immobilienplattform führt Interessierte auf eine gefälschte Webseite. Dort sollen sie im Rahmen einer angeblichen Bewerbung zahlreiche persönliche Daten und Dokumente einreichen.
3 Minuten
20. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige