Umwelttechnik 17.08.2020, 14:27 Uhr

Roboter fängt Schmutz nach Korallenart ein

Niederländische und britische Forscher haben einen Roboter entwickelt, der wie ein Korallenpolyp Schadstoffe im Wasser einsammeln kann.
Aquatische Roboter mit geöffneten Tentakeln
(Quelle: Nando Harmsen/tue.nl)
Inspiriert von Korallenpolypen haben Forscher der Technischen Universität Eindhoven und der University of Warwick aquatische Roboter entwickelt, die Schadstoffe im Wasser einsammeln, sodass sie vernichtet werden können. Angetrieben werden sie von Dauermagneten und Licht. Sie bestehen aus speziellen Kunststoffen, die auf äussere Kraftfelder reagieren.

Tentakeln erzeugen Strömungen

In Bewegung gesetzt werden die künstlichen Korallen von einem rotierenden Magneten. Dieser lässt die Tentakeln der kleinen Roboter tanzen. Dabei erzeugen sie Strömungen, die Schmutzpartikel direkt in die Arme der Roboter treiben. Korallenpolypen nutzen ihre Tentakeln, um Nahrung aus dem Meer zu «angeln». «Ich war von der Bewegung dieser Korallenpolypen fasziniert, insbesondere von ihrer Fähigkeit, durch selbst erzeugte Strömungen mit der Umwelt zu interagieren», sagt die niederländische Forscherin Marina Pilz Da Cunha.
Die künstliche Koralle ist etwa zehn mal zehn Millimeter gross. Ihr Stiel reagiert auf ein elektrisches Feld, das ihn, wenn es sich dreht, tanzen lässt. Die Tentakeln bekommen zusätzliche Bewegungsimpulse durch Licht. Sie packen zu, wenn sie ultraviolettem Licht ausgesetzt sind und lösen sich wieder, um die «Beute» freizugeben, wenn sie mit blauem Licht bestrahlt werden.

Autor(in) Wolfgang Kempkens, pte


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