Jubiläum
11.03.2019, 10:19 Uhr

Das Cern feiert 30 Jahre «World Wide Web»

Im März 1989 entwarf ein junger Physiker am Cern das Konzept für ein Netzwerk zum Informationsaustausch. Am Dienstag kehrt Tim Berners-Lee ans Cern zurück, um diese Geburtsstunde des World Wide Web zu feiern.
Die erste Webseite, die zum WWW-Projekt selbst erstellt wurde, ist unterdessen wieder online
(Quelle: Screenshot: jst/nmgz )
«Informationsmanagement: Ein Vorschlag»: Hinter diesem unscheinbaren Titel versteckt sich der Grundstein des «World Wide Web», den Sir Tim Berners-Lee am 12. März 1989 am Cern legte. Privatnutzer hatte der Physiker damals allerdings noch nicht im Sinn: Ziel des Thesenpapiers war es, den weltweiten Datenaustausch in der Forschungsgemeinschaft zu vereinfachen.
Kernpunkt des Konzepts war eine gemeinsame «Sprache», mit der am Internet angeschlossene Rechner kommunizieren und Daten austauschen konnten: das Hypertext Transfer Protocol, kurz HTTP. In der Folgezeit tüftelte Berners-Lee weiter an seinem «Netz aus Informationsknotenpunkten, in dem sich Nutzer nach belieben bewegen können». Unterstützung bekam er von seinem Cern-Kollegen Robert Cailliau und formalisierte seinen Vorschlag im Jahr 1990: «WorldWideWeb: Vorschlag für ein Hypertext-Projekt».
Tim Berners-Lee in jungen Jahren an seinem Arbeitsplatz am Cern
Quelle: Archiv
Bis zum Ende des Jahres 1990 hatte er die Schlüsselkomponenten des WWW implementiert, HTML, HTTP und URL, und hatte den ersten Web-Server, -Browser und -Editor erschaffen. Im August 1991 stellte Berners-Lee das Projekt öffentlich vor: Das World Wide Web öffnete seine Türen der breiten Öffentlichkeit. Heute existieren rund 3 Milliarden Websites und die Hälfte der Weltbevölkerung ist online.


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