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Lesedauer 3 Min.

Mit KI gegen Katzenkot

Ein US-Software-Entwickler hat seine Sprinkler-Anlage mit künstlicher intelligenz (KI) versehen. Diese vertreibt nun Katzen, die sich auf seinem Rasen erleichtern wollen.
© Quelle: Computerworld.ch

Um seinen Vorgarten frei von Katzenkot zu halten, hat Robert Bond, Software-Systementwickler bei Nvidia, ein spezielles KI-System gebastelt. Dieses erkennt dank moderner Maschinenlern-Methoden, wenn im Bild einer IP-Kamera ein Büsi auftaucht. Bedroht das Tier die Sauberkeit des Rasens, macht die KI den Rasensprenger an - und hofft darauf, dass plötzliches Nasswerden deren Lust auf jegliche Geschäfte nimmt.

© Quelle: Computerworld.ch

KI aus Liebe zum Garten

«Meine Frau ist Gärtnerin, und sie mag ihren Garten sauber und rein», sagt Bond. Doch Katzen aus der Nachbarschaft bedrohen das Idyll mit ihren Haufen. Die Lösung des Entwicklers: Eine KI, die dank der «Deep Learning»-Techniken neuraler Netze Samtpfoten erkennt und gegen die unerwünschten Vorgarten-Besucher vorgeht. Das erfordert lediglich drei Hardware-Komponenten: ein «Jetson TX1» von Nvidia, das mit ARM-Quad-Core-CPU und 256 GPU-Kernen die nötige Rechenleistung für die KI bietet; eine IP-Kamera, die den Vorgarten im Auge behält; und eine WLAN-Platine, die das Ansteuern des Sprinklers ermöglicht. «Das neue Jetson TX1 ist sehr gut darin, neurale Netze laufen zu lassen», meint Bond. Er hat seine Software zunächst auf einem Desktop-Rechner mithilfe von Katzenfotos trainiert, damit sie die Tiere sinnvoll erkennt. Denn Anfangs hat die KI selbst Bonds Schatten für eine Mieze gehalten - und ihn daher nassspritzen lassen. Jetzt erkennt das System im Bild der Vorgarten-Kamera tatsächlich zuverlässig, ob echte Katzen den Rasen bedrohen. Ist das der Fall, sendet die KI ein Signal an die WLAN-Platine, um das Sprinkler-System zu aktivieren. Das reicht im Normalfall aus, damit die Büsis das Weite suchen.

Doch kein Schreck-Fahrzeug

Die KI ist auch in der Lage zu bestimmen, wo genau im Vorgarten sich eine Katze aufhält. Das ist letztlich aber eher eine Fleissaufgabe. Denn das hat Bond implementiert, damit das System ein ferngesteuertes Auto losschicken könnte, um unerwünschte Besucher auf vier Pfoten zu verschrecken. Allerdings wird der Bastler das wohl nicht mehr umsetzen, denn die Katzen der Nachbarschaft haben dank Sprinklerduschen bereits angefangen, seinen Garten zu meiden. Wer selbst versuchen will, Katzen mittels KI-gesteuerter Rasensprenger-Dusche fernzuhalten, findet eine genauere Projektbeschreibung auf Bonds Webseite.(www.pressetext.com)

Künstliche Intelligenz (KI) Betriebssysteme Forschung Hardware Cloud & Infrastruktur Instagram
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