Nasa-Roboter landet auf dem Mars

ETH-Forschende fiebern mit

Nach der Landung sende der Lander nun Radiosignale, welche verraten, ob das System das Manöver unbeschadet überstanden habe, erklärte Domenico Giardini von der ETH Zürich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Giardini hatte die Landung in Pasadena mitverfolgt.
«Auf der Unterseite befindet sich eine Kamera, mit der wir sehen können, ob 'InSight' tatsächlich richtig steht», sagte er. Dann würden sich die Solarpanele öffnen und weitere Tests beginnen, zum Beispiel ob die Elektronik funktioniert.
Eine Kamera soll die Umgebung ablichten und dem Kontrollteam auf der Erde die Möglichkeit geben, den besten Standort für die Experimente an Bord auszuwählen. Ein Roboterarm soll die Instrumente dann auf dem Marsboden absetzen.

Forschende der ETH beteiligt

Darunter ist auch ein Seismometer, an dem Forschende der ETH massgeblich beteiligt sind. Damit wollen die Wissenschaftler Marsbeben und Meteoriteneinschläge messen, und darüber einige ungeklärte Fragen zum Inneren des roten Planeten klären, wie John Clinton, Leiter des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH gegenüber der Keystone-SDA sagte.
«Wir haben noch nie solche Messungen auf dem Mars gemacht», betonte Giardini. Erste Resultate könne es im Januar geben. Mit den Daten wollen die Wissenschaftler zum Beispiel mehr über die Grösse des Planetenkerns erfahren, und klären, ob dieser flüssig oder fest ist.
Je mehr Marsbeben oder Meteoriteneinschläge sie aufzeichnen, desto klarer wird das Bild, das sie vom Inneren des Planeten erhalten. «Wenn wir andere Planeten wie den Mars besser verstehen, verstehen wir auch die Erde besser», fasst Giardini das Ziel der Mission zusammen.


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