Von Bakterien inspiriert 21.01.2019, 15:08 Uhr

ETH-Forscher bauen flexible Mikro-Roboter

Roboter im Kleinstformat könnten in Zukunft durch menschliche Blutbahnen geleitet werden und Medikamente dort ausliefern, wo sie gebrauchtr werden. Forscher der beiden ETHs haben entsprechende Mikro-Geräte vorgestellt.
Die Mikro-Roboter haben Bakterien als Vorbild und sind komplett biokompatibel
(Quelle: ETHZ/EPFL )
Forschende der ETHs Zürich und Lausanne haben schwimmende Mikro-Roboter entwickelt, die ihre Form nach Bedarf anpassen können. Die von Bakterien inspirierten Mini-Schwimmer sind ein weiterer Schritt hin zu Vehikeln, die Medikamente im Körper gezielt zu ihrem Bestimmungsort bringen könnten.
Die von einem Forschungsteam um Selman Sakar von der ETH Lausanne (EPFL) und Bradley Nelson von der ETH Zürich entwickelten Mikro-Roboter könnten beispielsweise durch enge Blutgefässe navigieren, ohne an Tempo oder Manövrierfähigkeit einzubüssen, hiess es in einer Mitteilung der EPFL. Die Besonderheit der elastischen Mini-Vehikel besteht darin, dass sie ihre Form nach Bedarf anpassen können, wie die Forschenden im Fachblatt «Science Advances» berichten.

Anpassungsfähig wie Bakterien

Ganz schön schlau: Die Mikro-Roboter können ihre Form ändern, um beispielsweise Engpässe zu überwinden
(Quelle: ETHZ/EPFL)

Die Mikro-Roboter unterscheiden sich stark von dem Bild, das man von Robotern im Allgemeinen hat. Äusserlich ähneln sie einem flachen Stück Band, das sich mal mehr, mal weniger spiralförmig drehend durch eine Flüssigkeit bewegt. Sie können sich aber nach Bedarf auch entfalten oder enger zusammenziehen, wenn sie zähflüssigere oder dichtere Flüssigkeiten antreffen oder durch enge Durchgänge hindurch müssen. Inspiration zogen die Forschenden dabei von der Bewegung bestimmter Bakterien.


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