Ricoh Innovation Days 07.03.2018, 20:05 Uhr

Wie Ricoh Schweiz das Drucken digitalisiert

Viel Papier wird bedruckt – trotz der allgegenwärtigen Digitalisierung. Der Anbieter Ricoh Schweiz will das Printing dennoch digitalisieren. Und setzt dafür auch auf die Cloud.
Daniel Tschudi weiss um die grosse Bedeutung des Printing-Geschäfts für Ricoh Schweiz
(Quelle: computerworld.ch)
Das Printing ist einer der wenigen analogen Prozesse, die sich auch in Zukunft nicht digitalisieren lassen. Gedruckt wird in der Schweiz nach wie vor viel, bei der SBB zum Beispiel rund sechs Millionen Seiten pro Jahr. Davon profitiert der Hersteller Ricoh, denn seine Printer leisten diese Arbeit. Ricoh hat im November vergangenen Jahres die Managed Print Services für SBB übernommen.
Der Vorzeigekunde des Herstellers war ein Thema an den «Ricoh Innovation Days» am Mittwoch in Wallisellen. Dort sagte Josef Zeller, Leiter Outsourcing-Services bei Abraxas, dass Ricoh für die SBB einen Infrastruktur-Partner suchte und fand. Abraxas stellt die Server-Infrastruktur mit Datenhaltung in der Schweiz, der Printer-Spezialist die über 2200 Drucker. Sie liefern heute rund 2,3 Millionen Farb- und 3,7 Millionen Schwarzweiss-Seiten pro Jahr.

App Store für Multifunktionsgeräte

Das Drucken will Ricoh natürlich nicht abschaffen, es aber digitaler machen. Dafür bringen die Multifunktionsgeräte der Japaner unter anderem Optionen für das Drucken in Dateien, in freigegebene Verzeichnisse auf Firmenservern und in die Cloud mit, sagte Thomas Szegö, Director Sales und Consulting bei Ricoh Schweiz. Managing Director Daniel Tschudi sagte, dass die MFP (Multifunction Printer) das wichtigste Produktsegment für die Schweizer Landesorganisation seien. Ihn freue, dass Ricoh vom Analystenhaus IDC das Siegel des Marktführers in dieser Produktkategorie erhalten habe. Im vergangenen Jahr stammte jeder fünfte (20 Prozent) in der Schweiz neu verkaufte MFP von Ricoh.
Für die Neugeräte kündigte Olivier Vriesendorp von Ricoh Europe einen App Store an. Wie bei Smartphones können die Kunden zukünftig per Workflow App neue Funktionen aus der Cloud auf die MFPs laden. Wie Vriesendorp sagte, sind unter anderem Connectoren für gängige Cloud-Speicherdienste wie Dropbox, Google Drive, OneDrive oder SharePoint, eine Barcodeverarbeitung sowie eine Texterkennungs-Software geplant. Analog zum Smartphone sollen sich die Workflow Apps während einer Testphase kostenlos nutzen lassen. Wenn sie den gewünschten Produktivitätsgewinn erzielen, wird dann nach Verbrauch abgerechnet.


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