Technologie 12.12.2017, 13:55 Uhr

Immobilienbranche entdeckt die Blockchain

Der Immobilienkonzern Swiss Prime Site springt auf Blockchain-Zug auf. Die Technik soll Verträge vereinfachen und automatisieren helfen.
Finanzdienstleister sehen schon länger Potential in der Blockchain-Technologie. Nun interessiert sich auch ein Immobilienkonzern für die neuen Möglichkeiten. Swiss Prime Site (SPS) will sich für die Veränderungen fit machen und ist eine strategische Partnerschaft mit dem IT-Beratungsunternehmen Inacta aus Zug eingegangen.
«In der Immobilienbranche fallen so viele Verträge an, die mit Blockchain vereinfacht respektive zum Teil automatisiert werden können», sagte Urs Baumann aus dem Bereich Innovation und Nachhaltigkeit bei SPS auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Da sei das Potential sehr gross. Mit Inacta sollen daher Anwendungen entwickelt werden, die auf der Blockchain-Technologie basieren.

«Smart Contracts» als Basis

Die Partner fokussieren sich bei ihren Entwicklungen auf die «Smart Contracts» - die digitalen Verträge. Da geht es beispielsweise darum, ein System zu entwickeln, mit welchem flexibel gestaltbare und kurzfristige Mietverträge in der Blockchain hinterlegt werden können.
«Wenn beispielsweise jemand einen Einzel-Büroarbeitsplatz mieten will, ist anstelle eines konventionellen Mietvertrags auch ein Verrechnungssystem nach Zeit und Aufwand denkbar», erläutert Baumann. Die Blockchain überwacht, ob beide Seiten die Vertragsmodalitäten einhalten.

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