25.08.2017, 14:00 Uhr

Safari wandelt AMP-Links in normale URLs um

Ab iOS 11 wandelt die mobile Variante von Safari geteilte AMP-Links automatisch in normale URLs um. So landet der Nutzer auf der Originalseite, um Fehler in der Darstellung zu vermeiden.
Apples mobiler Safari-Browser wandelt ab iOS 11 AMP-Links (Accelerated Mobile Pages) automatisch in normale URLs um, wenn diese geteilt werden. Was zunächst wie ein Angriff auf Google wirkt, ist vom Suchmaschinen-Primus gewollt und auch durchaus sinnvoll. AMP ist die Instant-Article-Alternative von Google, die speziell für die mobile Ansicht entwickelt wurde. Damit wird vor allem die Ladezeit von Webseiten massiv verkürzt. Viele Plattformen wie etwa Google+ setzen die Technik bereits ein. Die Technik ist allerdings nicht unumstritten. Besonders Medienschaffende sind nicht sonderlich begeistert. AMP-Seiten zeigen zwar die Webseite des jeweiligen Publishers an, allerdings nur eine Kopie, die auf dem Google-Server liegt. So ist der Content zwar derselbe, der Traffic findet aber nicht auf der Webseite des Medienschaffenden statt, sondern bei Google. Für den Nutzer liegt der Unterschied einzig an der schnelleren Ladezeit. Mit dem Update auf iOS 11 soll die Verbreitung der AMP-Seiten nun jedoch etwas eingeschränkt werden. Teilt ein Safari-Nutzer einen AMP-Link, wird dieser automatisch wieder in eine normale URL umgewandelt. Das jedenfalls schreibt der Journalist Federico Viticci‏ auf Twitter. Wird ein Link geteilt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser nicht nur über mobile Browser aufgerufen wird. Damit es bei der Darstellung keine Probleme gibt, wandelt Safari die Links in ihre ursprüngliche URL um. Vor allem Medienschaffende dürfte diese Entwicklung freuen. So landet der Nutzer wieder direkt auf der eigentlichen Webseite, statt auf dem Google-Server.


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