13.07.2015, 11:05 Uhr

Google optimiert seine Spam-Tools

Google hat für Gmail einen effizienten Spam-Filter kreiert - für gewisse legitime Maildienste ist er allerdings zu effektiv.
So landen oft auch Rechnungen oder Bestellbestätigungen von legitimen Geschäftspartnern sowie von Online-Shops im Massenmailfach von Googles Mail-Dienst.  Für Firmen, denen dies bei Kunden mit Gmail-Account passiert, hat Google nun eine Reihe von Tools vergestellt, mit denen die Anbieter besser herausfinden können, was mit ihren Mails passiert.  Die Werkzeugkiste läuft unter der Bezeichnung «Postmaster Tools» und soll Mail-Administratoren Informationen zu Empfangsfehlern, zu Spam-Berichten und zur Reputation des Senders. Daneben hat die Firmaeine Reihe von Tipps publiziert, wie Mailer sich davor schützen können, in den Spam-Ordnern ihrer Kunden zu landen.

Neuronales Netz gegen Spam

Daneben bietet Google künftig die Möglichkeit, die Spamfilterfunktion in Gmail persönlich anzupassen. «Denn was in den Augen des einen Users Spam ist, kann für jemand anderes eine legitime Nachricht sein», kommentiert Googles Produktmanager Sri Harscha Somanchi in einem Blog-Beitrag, in dem das jüngste Angebot der Suchmaschinisten angekündigt wird. «Neuste Erkenntnisse in künstlicher Intelligenz sollen dazu beitragen, dass die individuellen Präferenzen besser beachtet werden können». Tatsächlich verwendet Google nun ein künstliches neuronales Netz, das auf einer verteilten Rechenplattform aufbaut und selbst-lernende Algorithmen verwendet. Dieses soll es laut Somanchi schaffen, sogar «hinterhältige» Spam-Nachrichten zu erkennen, also Mails, die wie legitime Massenmails aussehen. Auch ungewollte Mails, die sich hinter einer legitimen Adresse verstecken, will Google mit allerlei KI besser erkennen können und damit gleich auch eine häufig verwendete Methode von Phishern bekämpfen.


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