18.06.2008, 10:59 Uhr

Windows-Programme ohne Windows

Open-Source-Entwickler haben Wine 1.0 veröffentlicht. Damit lassen sich Windows-Programme unter fremden Betriebssystemen ausführen.
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Unter Wine 1.0 lassen sich diverse Windows-Applikationen ausführen.
Die Lancierung der ersten Version der Windows-Emulations-Software Wine feierten die Open-Source-Entwickler gestern mit Stil: Sie entkorkten ein paar Flaschen guten Weins. Sie durften zu Recht in Feierstimmung sein. Schliesslich war die Version 1.0 bald 15 Jahre in der Entwicklung und eine halbe Ewigkeit nur als Beta-Version erhältlich.
Mit Wine können Windows-Programme unter fremden Betriebssystemen ausgeführt werden, darunter Linux, Unix und Mac OS. Die Mac-Version gibts allerdings nur kostenpflichtig von einem Dritthersteller. Dabei legt die Software eine Kompatibilitäts-Schicht über das Basisprogramm. Dadurch werden die Windows-Applikationen auch in der "Fremde" lauffähig. Im Gegensatz zu Virtualisierungs-Software weist Wine einen weiteren Vorteil auf: Der Anwender muss keine teure Windows-Lizenz erstehen.
Einen Nachteil hat Wine allerdings: Nicht jede Windows-Applikation wird einfach so unterstützt. In einer speziellen Datenbank auf der Wine-Homepage kann man allerdings nachschlagen, ob und wie gut die gesuchte Anwendung unterstützt wird. Adobes Photoshop CS2 beispielsweise weist den "Platinstatus" auf. Das heisst es kann problemlos installiert und ausgeführt werden. Daneben laufen Microsofts Office, Internet Explorer und IntelliCAD. Ja sogar das Windows-Spiel Solitaire lässt sich betreiben.
Weitere Angaben zu Wine und Infos zum Download finden sich auf der Homepage des Projekts.



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