02.07.2008, 08:00 Uhr

Vitaminspritze für Microsofts Cardspace

Mit Windows Vista hat Microsoft auch CardSpace eingeführt. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, mit dem sich digitale Identitäten verwalten lassen. Nur: Bislang wird von der Windows-Komponente kaum gebrauch gemacht, da es ganz einfach an kompatiblen Anwendungen mangelt.
Dieses Logo soll künftig Surfern signalisieren, dass sie sich mit Information Card identifizieren können.
Dem will nun die frisch gegründete Information Card Foundation (ICF) abhelfen. Dem Verbund gehören neben Microsoft Web- und Softwaregrössen wie Oracle, Paypal, Google und Novell noch weitere zehn IT-Firmen an. Ziel der ICF ist es, die Verfahren zur digitalen Identifikation im Web zu vereinheitlichen. Der Standard, der unter der Bezeichnung Information Card segelt, soll im Web dereinst die Funktion einnehmen, die in der Offline-Welt die Identitätskarte und der Pass haben: eine eindeutige Identifikation. Darüber hinaus soll der Anwender jeweils bestimmen können, welche Informationen er beispielsweise an einen Webshop übermittelt.
Der ICF-Standard orientiert sich an CardSpace von Microsoft, das mittlerweile nicht nur Vista-, sondern auch XP-Benutzern zur Verfügung steht, sofern diese das aktuelle .Net-Rahmenwerk 3.0 installiert haben. Doch die Vorgaben stammen nicht allein aus der Ideenkiste von Microsoft. So hat das Open-Source-Projekt Higgins ebenfalls Einfluss auf die Information Card, da viele von der ICF verwendeten Begriffe bereits dort auftauchen.



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