28.03.2017, 11:16 Uhr

User wollen Microsoft wegen Windows-10-Updates verklagen

Drei Anwender wollen eine Sammelklage gegen Microsoft bewirken. Der Grund: Beim Gratis-Update auf Windows 10 hätten sie Daten verloren und die eigenen Rechner beschädigt.
Drei Benutzer von Windows 10 aus dem US-Bundesstaat Illinois haben Microsoft verklagt. Sie behaupten, dass das Gratis-Update auf das jüngste Betriebssystem des Software-Riesen für Datenverlust und zu Beschädigungen ihres PC geführt hätte. Die Anwälte der Kläger haben zudem das Gericht angehalten, eine Sammelklage gegen Microsoft zuzulassen, damit mehr Geschädigte sich dem Verfahren anschliessen könnten. «Bei vielen Konsumenten funktionierte die Festplatte wegen der Installation von Windows 10 nicht mehr», kann man in der Anklageschrift lesen. Zudem sei bei den Anwendern bestehende Software und Daten durch die Einrichtung des Betriebssystem nicht mehr «funktionstüchtig» gewesen. Alle drei Kläger hatten Probleme bei der Installation von Windows 10, eine von ihnen behauptet sogar, dass sie in der Folge einen neuen PC hätte kaufen müssen.

Microsoft winkt ab

«Wir glauben, dass die Forderungen der Kläger jeder Grundlage entbehren», präsentiert ein Microsoft-Sprecher die Sichtweise des Software-Konzerns. Die Konsumenten hätten zudem die Möglichkeit gehabt, auf den Update zu verzichten, sowie Zugang zum Gratis-Support von Microsoft. Wegen Windows 10 haben schon mehr Benutzer Microsoft vor den Kadi gezogen. In Florida sind Kläger letzten Monat allerdings nicht erfolgreich gewesen. Sie hatten behauptet, Microsoft habe sie zum Update «gezwungen», worauf die Installation deren PC beschädigt habe. Eine Klägerin in Kalifornien war dagegen erfolgreich: Ihr wurde 10'000 Dollar Schadenersatz zugesprochen, weil das Update ihren Business-PC unbrauchbar werden liess.


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