ProtonMail öffnet sich Mail-Clients

Funktionsweise von Bridge

Die Bridge-Software schiebt sich wie eine Schicht zwischen den Mail-Client und die verschlüsselten Server von ProtonMail. Die Brücke verhält sich dabei wie ein lokaler E-Mail-Server, der die beiden Mail-Protokolle IMAP (Internet Message Access Protocol) und SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) verwendet, um mit dem lokalen E-Mail-Client zu kommunizieren.
Steht in Bridge die Verbindung zum ProtonMail-Konto des Anwenders, kann er mit dem Client seiner Wahl auf die Mails zugreifen
(Quelle: ProtonMail)
Somit sind «Server» und Client lokal auf dem Desktop-Rechner installiert. Folglich erfolgt alle Ver- und Entschlüsselung sowie das Schlüssel-Handling lokal. Die Bridge-Software kommuniziert dann mit den verschlüsselten Mail-Servern von Protonmail über eine hauseigene Programmierschnittstelle. Kurzum: Zwischen Client und Bridge kommen die Standard-Mailprotokolle ohne Verschlüsselung zum Einsatz, während zwischen Bridge und den Protonmail-Servern Ende-zu-Ende-Kryptierung Verwendung findet.

Im Grunde genommen kann Protonmail Bridge mit jedem Client verwendet werden, der IMAP und SMTP versteht. Offiziell unterstützt werden allerdings lediglich Microsoft Outlook, Thunderbird und Apple Mail. Bridge ist derzeit für Windows und Mac-OS erhältlich. Eine Linux-Version soll Anfang 2018 folgen.

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