10.11.2008, 09:47 Uhr

Salesforce-Chef macht sich über Software-Häuser lustig

Traditionelle Software-Hersteller wie Oracle, SAP und Microsoft waren das Ziel von Verbalattacken von Salesforce-Chef Marc Benioff und Google-Vertreter Dave Girouard.
Salesforce-Chef Marc Benioff nennt die Applikationen von traditionellen Softwarehäusern Auslaufmodelle.
In einer Podiumsdiskussion auf dem "Web 2.0"-Gipfel in San Francisco zog Salesforce-Chef Marc Benioff und Dave Girouard, Leiter der Enterprise-Abteilung von Google, ganz schön über traditionelle Software-Häuser wie Oracle, SAP und Microsoft her. Während des Gesprächs kam man unweigerlich auf Software as a Service (SaaS) zu sprechen, das unlängst von Oracle-Chef Larry Ellison als Schlagwort abgetan wurde. Auf diese Kritik angesprochen konterte Benioff: "Oracle und SAP sind zwar ausgereifte, aber auch aussterbende Modelle - wenn sie nicht schon tot sind".
Derweil bekrittelte Girouard, die traditionellen Software-Häuser hätten nichts von den Anwendern von Web-Applikationen gelernt. "Hier gibt es eine riesige Diskrepanz zwischen der Benutzererfahrung, die Endverbrauchern im Web und in der Unterhaltungselektronik geboten wird, und dem, was die Hersteller von Business-Software, die nur an Geschäftsprozesse denken, den Usern zumuten", kommentiert der Google-Mann. Der Suchmaschinenexperte dagegen lasse Elemente von Webapplikationen für Enduser auch in die hauseigenen Geschäftsanwendungen einfliessen, behauptet Girouard.
Gleichzeitig sprach Girouard Microsoft ein Kompliment aus. Die Vorhaben im Bereich Cloud-Computing wie Windows Azure und dem Web-basierten Office seien gute Schritte. Denn bislang habe man bei der Gegenüberstellung von Google Apps und Microsoft Office immer Birnen mit Aepfeln verglichen. Wenn Microsoft also ihre Web Applications für Office lanciert, könne man sich auf Augenhöhe messen. "Dann werden die Leute merken, dass unsere Birnen besser schmecken", ist Girouard überzeugt.


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