30.08.2017, 14:52 Uhr

Post testet mit Jelmoli Lieferroboter

Gemeinsam mit Jelmoli testet die Post zum zweiten Mal ihre Lieferroboter. Wer über den Online-Shop des Warenhauses bestellt, kann sich die Produkte nun in der Zürcher Innenstadt von einem Roboter liefern lassen.
Vor rund einem Jahr führte die Post im Kanton Bern erste Testfahrten mit ihren Lieferrobotern durch. Nun hat in Zürich die zweite Testphase mit den selbstfahrenden Lieferanten begonnen. Dabei arbeitet die Post mit dem Warenhaus Jelmoli zusammen. Wer im Online-Shop von Jelmoli Waren bestellt, kann sich diese während den nächsten Wochen von einem Lieferroboter liefern lassen. Eine entsprechende Lieferoption stehe nun beim Check-out-Prozess bereit, wie die Post in einer Medienmitteilung schreibt.
Der Liefer-Service beschränkt sich allerdings lediglich auf die Gebiete der Zürcher Innenstadt. Denn die Roboter haben eine maximale Reichweite von rund sechs Kilometern. Dafür kann die Bestellung gemäss Angaben der Post auch an die Parkbank am See oder direkt ins Büro geliefert werden. Kurz vor Ankunft der Lieferung erhalten Kunden dann per SMS einen Link, mit dem sich das Transportfach öffnen lässt. Ganz selbstständig sind die Lieferroboter jedoch noch nicht unterwegs. Bei jeder Fahrt werden die Gehilfen von geschultem Fachpersonal begleitet und überwacht. Nächste Seite: Roboter ergänzen Ad-hoc-Logistik In der aktuellen Testphase kommen – wie schon zuvor – Lieferroboter des Herstellers Starship Technologies zum Einsatz. Ihren Weg finden sie dank einer Mischung aus Ortungssignalen (z.B. GPS) und visueller Erkennung der Umgebung über mehrere Kameras. Während den ersten Tests im September 2016 legten diese auf rund 200 Zustelltouren etwa 1000 Kilometer zurück. Die dabei gesammelten Daten seien anschliessend in die Weiterentwicklung der Roboter geflossen, wie die Post weiter schreibt.
In den nächsten Monaten will die Post den Einsatz der Lieferroboter für weitere Logistikaufgaben prüfen. Denn mit den diesjährigen Tests wolle die Post Erfahrungen sammeln, wie sich die Technologie in bestehende Logistikketten einbinden lasse. Denkbar sind laut Medienmitteilung etwa Essenslieferungen, der Versand von medizinischen Produkten oder die Zustellung von Spezialsendungen am selben Tag. Diese Ad-hoc-Logistik auf der letzten Meile werde durch Pösteler nicht abgedeckt. Laut der Post können Lieferroboter diese Logistikketten sinnvoll erweitern.


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