Fortinet Threat Landscape Report 21.11.2019, 14:48 Uhr

Hacker passen Taktiken an

Cyberkriminelle passen ihre Methoden den Gegenmassnahmen auf  Unternehmensseite blitzschnell an. Dies zeigt Fortinets dritter Vierteljahrsbericht über die Bedrohungslage.
(Quelle: Fortinet )
Da Unternehmen in letzter Zeit oft das Opfer von Phishing-Attacken wurden, habe sie Gegenmassnahmen ergriffen. Diese greifen offenbar. Denn Cyberkrimenelle haben bereits ihre Taktik geändert, wie der Netzwerksicherheitsspezialist Fortinet im jüngsten «Threat Landscape Report» berichtet.
Gemäss dem dritten Quartalsbericht haben die Hacker ihre Methoden geändert, um Malware auf den Rechnern der Opfer zu platzieren. Statt fingierten Mails mit verseuchten Anhängen oder Links zu verschicken, verwenden sie öffentlich zugängliche Edge-Dienste wie Web-Infrastrukturen und Netzwerk-Kommunikationsprotokolle.
So wurden in dem Quartal in den FortiGuard Labs Angriffe auf Schwachstellen verzeichnet, die ferngesteuert Code auf Edge-Dienste ausführen. Diese Form des Cyber-Angriffs lag im vergangenen Quartal in Bezug auf die Prävalenz in allen Regionen an der Spitze.
Eine Taktik-Änderung sei bei Cyber-Kriminellen nicht neu, aber erfolgversprechend, heisst es in einer Mitteilung von Fortinet. Denn Unternehmen seien bei diesen Angriffsvektoren möglicherweise nicht so aufmerksam und würden überraschend getroffen. Das erhöhe die Erfolgsaussichten für die Cyber-Kriminellen.

Neue Dienstleistungen aus dem Darknet

Cyberkriminalität lässt sich unlängst im Darknet als Dienstleistung buchen. Doch auch hier beobachtet Fortinet einen Wandel: Nach der lukrativen Ransomware-as-a-Service (RaaS)-Lösung GandCrab-Ransomware nutzen Cyber-Kriminelle neue Dienstleistungs-Modelle. Das Ziel: das Ertragspotential steigern.
Sie bauen zu diesem Zweck ein Netzwerk von Affiliate-Partnern auf und sind so in der Lage, ihre Ransomware weiträumig zu verbreiten und die Erträge zu steigern. An den FortiGuard Labs wurden mindestens zwei bedeutende Ransomware-Familien beobachtet: Sodinokibi und Nemty. Beide werden als RaaS-Lösungen eingesetzt. Dies ist möglicherweise erst der Anfang. Weitere As-a-Service-Varianten werden folgen.


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