Trotz schlechtem Schutz 18.05.2020, 09:23 Uhr

Passwörter bleiben in Firmen beliebt

Eine Befragung von Thales zeigt einmal mehr. Passwörter bleiben in Firmen beliebt. Dies, obwohl deren Schutzwirkung bekannterweise schlecht ist.
Passwörter sind in Unternehmen nach wie vor die Methode zur Zugangsregelung erster Wahl.
(Quelle: shutterstock.com/scyther5)
Unternehmen halten eisern an der Verwendung von Passwörtern fest, obwohl unter IT-Security-Experten die Meinung vorherrscht, dass diese nicht funktionieren. Fast ein Drittel (29 Prozent) der Organisationen in Europa sehen Benutzernamen und Passwörter trotz inhärenter Schwächen als eines der effektivsten Zugangsverwaltungsinstrumente an. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung des IT-Security-Experten Thales.
Und damit nicht genug: Gemäss dem «Thales Access Management Index 2020 - Europe and Middle East Edition» planen viele Firmen die Zugangsmethode auszuweiten. Tatsächlich geben 67 Prozent der Befragten an, dass ihre Organisationen planen, die Verwendung von Benutzernamen und Passwörtern in Zukunft auszuweiten. Diese anhaltende Abhängigkeit von veralteter Sicherheit besteht, obwohl die IT-Leiter enthüllten, dass es im Vergleich zum letzten Jahr (29 Prozent) immer einfacher wird (48 Prozent), ihren Vorständen den Bedarf an Sicherheit zu verdeutlichen.
Bei einer Befragung von 400 IT-Entscheidungsträgern ergab die neue Untersuchung von Thales darüber hinaus, dass die Mehrheit (57 Prozent) der IT-Fachleute ungeschützte Infrastrukturen als eines der grössten Ziele für Cyber-Angriffe ansehen. Jede Organisation, die eine solche Infrastruktur nutzte, sei einem höheren Risiko ausgesetzt, heisst es. Gründe dafür seien der geschäftliche Druck, der Unternehmen zur Einführung digitaler Transformationstechnologien veranlasst.


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