Smarte Helfer für die Cyberabwehr

Fazit & Ausblick

Blickt man hinter den Hype um KI in der Cyber Security, fällt das Urteil ernüchternd aus: KI als Heilsversprechen einer automatisierten Abwehr aller künftigen Cyberattacken ist noch weit von jeder Realität entfernt. Doch legt man die Messlatte nicht so hoch, dann zeigt sich, dass ein Teil­bereich der KI längst einen wichtigen Beitrag zu einem akzeptablen Sicherheitsniveau leistet – Machine Learning. Klingt nicht so sexy wie KI, wirkt aber tatsächlich schon. Denn mit signaturbasierten Ansätzen allein käme man heut­zutage nicht mehr weit angesichts einer immer professio­nelleren Cybercrime-Industrie. «Machine Learning plus Signaturen» lautet deshalb derzeit noch die Erfolgsformel der besten Sicherheitslösungen.
Nicht nur Segen: Viele Unternehmen fürchten, dass auch Cyberkriminelle KI und ML für ihre Zwecke nutzen werden
Quelle: ESET (n=900)
Ob KI und ML letztlich zu einem entscheidenden Übergewicht der Verteidigung über den Angriff führen werden, ist eine offene Frage. Denn auch die Kriminellen werden sich KI- und ML-Techniken bedienen, um Attacken weiterzuentwickeln. Offen ist auch noch, welche Rolle künftig ein Risiko­faktor jeder Sicherheitsarchitektur spielen wird, der meist weniger lautstark thematisiert wird als technische Schwachstellen: der menschliche Faktor. KI und ML tragen dazu bei, Mitarbeiter vor sich selbst zu schützen und sie vor Fehlern zu bewahren, sie geben Kriminellen aber auch neue Möglichkeiten des Täuschens und Betrügens an die Hand.


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