Taktiken und Techniken der Hacker 16.10.2018, 10:35 Uhr

Bedrohung von Banking-Tronjanern im Business-Bereich steigt

Banking-Trojaner mit Zielrichtung auf Unternehmen sind bei Hackern hoch im Kurs. Laut einer aktuellen Studie stieg deren Vorkommen innerhalb von nur einem Quartal um 84 Prozent an.
(Quelle: John T Takai / shutterstock.com)
Laut einer Studie von Malwarebytes sind Banking-Trojaner derzeit das grösste Risiko für Unternehmen. Die Sicherheitsexperten konnten bei ihrer Untersuchung einen Anstieg um 84 Prozent mit dieser Methode feststellen.
Im Rahmen der Studie «Malwarebytes Cybercrime Tactics and Techniques Q3 2018» haben die Experten untersucht, welche Methoden unter Cyberkriminellen derzeit besonders beliebt sind. Konnte noch im zweiten Quartal dieses Jahres ein leichter Rückgang von Malware verzeichnet werden, stieg die Zahl der Attacken auf Unternehmen im Folgequartal wieder stark an.
Im Businessbereich stiegen die Angriffe mittels Banking-Trojanern im Q3 im Vergleich zu Q2 um 84 Prozent.
Quelle: Malwarebytes
Besonders markant seien dabei die Angriffe mit Banking-Trojanern gewesen, heisst es von Malwarebytes. Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal sei diese Angriffsart um satte 84 Prozent gestiegen. Auch im Endkundenbereich kommen besonders häufig Trojaner zum Einsatz. Hier beträgt der Anstieg im Quartalsvergleich 27 Prozent.
Wie Malwarebytes zudem festgestellt hat, werden die verwendeten Malware-Typen zunehmend komplexer und damit auch gefährlicher. Interessant sei jedoch auch der Rückgang von Angriffen zur Erbeutung von Daten. An diese stelle rücken nun vor allem Spyware-Programme. Der Anstieg hierbei liegt laut den Experten bei 39 Prozent.

Banking-Trojaner bei Unternehmen viel profitabler

Im professionellen Umfeld sind mit Banking-Trojanern eklatant höhere Summen zu erbeuten als bei Endanwendern. Die aktuelle Welle sei laut Malwarebytes auf eine aktive Emotet-Kampagne zurückzuführen. Diese habe im August 2018 ihre Anfänge und wäre seither nicht zum Erliegen gekommen.
Eine nach wie vor ebenfalls häufig angewandte Attacke entfällt auf Kryptomining. Zwar sei hier ein Rückgang besonders im privaten Sektor zu verzeichnen. Die Zahlen sind jedoch weiterhin hoch. Diese Reduzierung erklären die Experten vor allem mit den gesunkenen Preisen für Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. Die Spanne zwischen Aufwand und Gewinn sei für die Angreifer längst nicht mehr so verlockend wie zu den Hochzeiten der digitalen Münzen.



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