NCS 28.05.2020, 09:33 Uhr

Mehr Cybersecurity-Personal beim Bund

Der Bundesrat rüstet bei der Cybersicherheit weiter personell auf. So sollen in der Bundesverwaltung diesbezüglich 20 zusätzliche Stellen geschaffen werden.
Der Bund erhält mehr Cybersecurity-Spezialisten
(Quelle: © 2008 Béatrice Devènes / Pixsil)
Die Bundesverwaltung erhält im kommenden Jahr 20 zusätzliche Stellen zur Stärkung der Cybersicherheit. Eingerichtet werden sollen diese in den dafür zuständigen Ämtern. Der Kampf gegen Cyberattacken müsse laufend angepasst werden, sagt Finanzminister Ueli Maurer. 
2013 waren für die Umsetzung der Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken (NCS) 30 Stellen geschaffen worden. Vor einem Jahr sprach der Bundesrat für prioritäre Arbeiten zusätzliche 24 Stellen. Auch die finanziellen Mittel wurden erhöht - vor dem Hintergrund einer «deutlich intensivierten Bedrohungslage», wie es damals hiess. 
Nun herrscht offenbar weiterer Handlungsbedarf. Es brauche mehr Fachleute, um den zunehmenden Cyberrisiken zu begegnen, sagte Maurer am Donnerstag vor den Bundeshausmedien. «Angriffe gehören zum täglichen Business der Verwaltung.» Diese würden immer aggressiver. 

«Wir arbeiten sehr pragmatisch»

Maurer betonte, dass die Ressourcen in den kommenden Jahren wohl weiter ausgebaut werden müssten. "Das wird noch nicht das Ende der Fahnenstange sein", sagte er. Im internationalen Vergleich sei die Schweiz personell schwach aufgestellt. In Österreich kümmerten sich beispielsweise rund 800 Personen in der Verwaltung um die Cybersicherheit.
«Dorthin werden und wollen wir nie kommen», sagte Maurer. Qualitativ sei die Schweiz schon heute gut dabei. «Wir arbeiten sehr pragmatisch.» Die Wirtschaft und die Politik forderten ein starkes Kompetenzzentrum mit einer klaren Struktur und mehr Zentralisierung. Diesem Anliegen wolle der Bund entsprechen.


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