Nach Trennungsankündigung 16.01.2018, 14:35 Uhr

Salt wittert Vertragsbruch bei UPC

Nachdem UPC in Sachen Mobilfunk künftig mit Swisscom zusammenarbeiten will, plant die vorherige Partnerin Salt eine Klage.
(Quelle: pd)
Der Telekomanbieter Salt prüft eine Klage gegen den Konkurrenten UPC. UPC hatte vor gut einer Woche angekündigt, seine Mobilfunkkunden künftig über das Netz von Swisscom surfen und telefonieren zu lassen statt über jenes von Salt.
Salt stört sich dabei sowohl am Verhalten der Swisscom als auch an demjenigen von UPC. So sei die Bekanntgabe des Wechsels ein Jahr im Voraus nicht nur unnötig, sondern sogar vertragswidrig, sagte Salt-Chef Andreas Schönenberger in einem Interview mit der «Handelszeitung», das am Dienstag online veröffentlicht wurde. Salt prüfe im Moment juristische Schritte.
Andreas Schönenberger, CEO von Salt, erwägt rechtliche Schritte
(Quelle: pd)
Bei der Swisscom vermutet Schönenberger, dass «wohl auch andere Interessen» als rein geschäftliche beim Angebot an UPC im Vordergrund gestanden hätten.
Für Schönenberger ist der Zeitpunkt der Bekanntgabe des Zusammenschlusses kein Zufall. «Insbesondere könnte Swisscom das Geschäft als Scheinvorzeigebeispiel nutzen wollen, um dem Parlament bezüglich der vorgelegten Revision des Fernmeldegesetzes (FMG) ein Nichteintreten schmackhaft zu machen», sagte Schönenberger.
Allenfalls sei auch das Wettbewerbsrecht verletzt worden, sollte Swisscom UPC ein Angebot unter den Kosten gemacht haben.

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