Gartner-Zahlen 29.05.2019, 10:05 Uhr

Smartphone-Markt schrumpft – Huawei verkauft trotzdem mehr Geräte

Der Umsatz mit Smartphones ist weltweit weiter gesunken, auch die Stückzahlen entwickelten sich rückläufig. Grund zur Freude gab es hingegen bei Huawei.
(Quelle: Bodnar Taras / shutterstock.com)
Die weltweiten Smartphone-Verkäufe sind weiter rückläufig. Wie das Analystenhaus Gartner vermeldet, ist die Zahl im ersten Quartal 2019 um 2,7 Prozent auf 373 Millionen Geräte gesunken.  Das liegt mitunter daran, dass der Markt schlicht gesättigt ist. In den Ländern mit dem grössten Absatzmarkt verfügt beinahe jeder über ein entsprechendes Gerät. Einzig Indien, Afrika und der Mittlere Osten bieten noch grösseres Absatzpotenzial.
Ausserdem sei die Nachfrage nach Premium-Smartphones geringer geblieben als die nach herkömmlichen Geräten, so Anshul Gupta, Senior Research Director bei Gartner. Davon betroffen sind laut Gupta vor allem Apple und Samsung, die einen bedeutenden Anteil an hochwertigen Smartphones haben.

Huawei trotzt dem Trend

Bei Huawei ist hingegen eine gänzlich andere Entwicklung zu beobachten: Hier sind die Absatzzahlen stark gestiegen, weshalb sich der Hersteller in diesem Ranking den zweiten Platz sichern konnte. Laut Gartner liegt das Unternehmen nur knapp hinter dem Spitzenreiter Samsung. Der Umsatz mit den chinesischen Geräten sei in allen Regionen gestiegen, schreibt Gartner. Huaweis Smartphone-Absatz sei in Europa um 69 Prozent und im Reich der Mitte um 33 Prozent angewachsen.
Ob sich diese positive Entwicklung für Huawei in der Zukunft so fortsetzt, ist offen. Durch die Sanktionen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Huawei fehlt dem chinesischen Unternehmen in Zukunft die offizielle Android-Lizensierung durch Google. Auch wichtige Bauteile werden nicht mehr geliefert. Trump hatte Huawei unlängst auf eine schwarze Liste gesetzt. Der Handel von US-Firmen mit dem Unternehmen unterliegt damit extrem strengen Kontrollen. Google, ARM und Co. hatten daraufhin die Geschäfte mit Huawei stark eingeschränkt beziehungsweise ganz eingestellt.


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