iPhone 4S 07.10.2011, 10:29 Uhr

So funktioniert die Spracherkennung

Die grosse Neuheit des iPhone 4S ist die Spracherkennung Siri. Wir zeigen, welche Möglichkeiten diese Technik bietet und wo ihre Grenzen liegen.
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Mit Siri kann man unter anderem Nachrichten diktieren oder Infos zum Wetter abfragen
Seit Apple das Unternehmen Siri im April 2010 gekauft hat, gibt es Spekulationen darüber, dass es eines Tages eine intelligente Sprachsteuerung für das iPhone geben wird. Mit dem iPhone 4S ist es nun so weit. Apple hat dabei sogar den Namen des Originalproduktes beibehalten. Siri basiert auf einer natürlichen Spracherkennung, die nicht nur feststehende Begriffe verstehen kann, sondern auch den Zusammenhang eines Satzes begreifen soll und somit auf die benötigten Dienste zugreift. Dazu kann Siri auf eine Vielzahl Anwendungen und Datenbanken zurückgreifen. Die Anwendung ist tief in iOS 5 integriert und arbeitet deshalb mit einigen eingebauten Programmen zusammen. Dazu zählen Programme und Dienste wie Erinnerungen, Mail, Safari, Nachrichten und die Wetter-App. Alle diese Funktionen kann man mit dem iPhone 4S per Siri-Eingabe steuern. So ist es dem Nutzer möglich, E-Mails und SMS zu diktieren. Der umgekehre Weg ist ebenfalls möglich, Siri liest auch vor.

Verständlichkeit

Eine Einschränkung ist dabei die Sprache. Bislang versteht Siri nur Englisch (auch mit australischem und amerikanischem Dialekt), Französisch und Deutsch. Wie gut die Anwendung mit Mundart und umgangssprachlicher Grammatik klarkommen wird, ist noch nicht klar, der künstlichen Intelligenz sind hier jedoch Grenzen gesetzt.

Wo kommen die Infos her?

Weitere Limitierungen gibt es bei den Datenbanken. Denn Siri ist im Grunde nur eine Schnittstelle zwischen der Sprache und den Informationen, auf die das Tool zugreift. Fehlen die gewünschten Informationen oder gibt es keine Anbindung eine eine passende Infoquelle, ist auch Siri ratlos. Auch Wolfram Alpha ist an Siri angebunden. Die Wissensdatenbank ist aber überwiegend auf Englisch und hat auf deutsche Fragen nicht immer die richtigen Antworten. Bei Städte- oder Ländernamen interpretiert Alpha meist noch richtig, antwortet aber auf Englisch. Dafür kann die Wissensmaschine Daten und Fakten zu bestimmten Begriffen auswerfen. «Wie hoch ist der Mount Everest?» wird mit einer konkreten Zahl beantwortet, nicht mit einem Links zu Webseiten wie bei Google. Diese Anbindung nützt deutschen Anwendern des iPhone 4S aber nicht so viel wie englischsprachigen Nutzern. Apple deklariert Siri derzeit noch ausdrücklich als «Beta», es ist also noch nicht voll ausgereift.


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